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Berufsschüler starten Versuchsreihe mit torffreier Blumenerde der Allgäuer Moorallianz

Die angehenden Gärtnerinnen und Gärtner an den Beruflichen Schulen Kempten III unternehmen in dieser Saison einen Pflanzversuch mit der Allgäuer torffreien Blumen- und Pflanzerde. Dabei pflanzen sie die Hälfte der Jungpflanzen in die torffreie Erde der Allgäuer Moorallianz, die andere Hälfte in ein herkömmliches Substrat.

Der Versuchsauftakt fand Mitte April im Gewächshaus der Berufsschule in Kempten statt. Josef Kraft, der zuständige Berufsschullehrer erklärte dazu: „Die Auszubildenden pflanzen unterschiedliche Kulturen wie Geranien, verschiedene Gemüsesorten, Stauden und Kräutersorten in farblich unterscheidbare Blumenkästen. Jeder und jede Auszubildende wird seine beiden Tröge mit in den eigenen Betrieb nehmen, sie über die Saison hinweg beobachten und die Ergebnisse sammeln.“ Kraft kündigte an, dass die Ergebnisse im September der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Schon in der Versuchsvorbereitung waren die Auszubildenden aktiv und mit vielen Fragen bei der Sache, wie Gwendolin Dettweiler, Regional-managerin der Allgäuer Moorallianz, berichtet. Sie wollten selbst genau erkunden, warum der Versuch auf ihrem diesjährigen Lehrprogramm steht und was es mit torffreier Blumenerde auf sich hat, so Dettweiler. Angeregt diskutierten sie die unterschiedlichen Inhaltsstoffe der beiden Substrate und bepflanzten ihre Kästen anschließend professionell. Dabei gingen die jungen Gärtnerinnen und Gärtner auch auf das besondere Sortiment ihrer eigenen Ausbildungsbetriebe ein und pflanzten beispielsweise nur Stauden oder ausschließlich Kräuter.

Hintergrundinformation:

Unter dem Motto „global denken – regional handeln“ hat die Allgäuer Moorallianz die Allgäuer torffreie Blumen- und Pflanzerde gemeinsam mit unterschiedlichen Partnern entwickelt. Herkömmliche Blumenerden bestehen zu großen Anteilen aus Torf, der aus entwässerten Mooren entnommen wird. Dabei zersetzt sich der Torf und steigt als Kohlendioxid (CO2) in die Luft. Moorschutz ist also Klimaschutz.

Damit Zier- und Nutzpflanzen in Gärten, Pflanzflächen oder -gefäßen gedeihen, eigenen sich anstelle torfhaltiger Erden Mischungen aus Grüngut- und Rindenkompost, Holz- und Kokosfasern. Die Rohstoffe für die Allgäuer torffreie Blumen- und Pflanzerde stammen überwiegend aus dem Allgäu. Verwendet werden beispielsweise RAL-gütegesicherter Kompost vom ZAK (Zweckverband Abfallwirtschaft Kempten), Holzfaser und Rindenhumus, die im Erdenwerk Patzer in Buchenberg zu einer hochwertigen Erde gemischt werden.

Mit der Kampagne „torffrei gärtnern“ will die Allgäuer Moorallianz deutlich machen, wie leicht Jeder den Moor- und Klimaschutz persönlich unterstützen kann. Weitere Informationen erhalten Sie unter oben angegebenem Kontakt und unter www.moorallianz.de .

Details

Datum: 28.04.15