Bauen & Umwelt

Landratsamt Oberallgäu

Oberallgäuer Platz 2 • 87527 Sonthofen

Telefon Symbol

(0 83 21) 6 12 - 0

Fax Symbol

(0 83 21) 6 12 - 369

Zeiten Symbol

Öffnungszeiten

gruenten_header
  • Schrift klein
  • Schrift mittel
  • Schrift groß
Moorpanorama Seemoos

Moorpanorama Seemoos in der Gemeinde Oy-Mittelberg

Bildquelle: Allgäuer Moorallianz

Halbzeit im Bundesprojekt Allgäuer Moorallianz

Der Zweckverband Allgäuer Moorallianz zog bei der Sitzung der jährlichen Projektbegleitenden Arbeitsgruppe am 06. Dezember 2017 im Landratsamt Ostallgäu Bilanz über die erste Hälfte des Förderzeitraums im Naturschutzgroßprojekt. Unter Vorsitz der Landräte Maria Rita Zinnecker und Anton Klotz wurde über bisherige Errungenschaften resümiert, über den Stand laufender Projekte berichtet und anstehende Renaturierungsmaßnahmen erläutert.

Um sich ein Bild vom Stand der Entwicklungen im Bundesprojekt Allgäuer Moorallianz zu machen, kamen auch dieses Jahr wieder Vertreter von Land- und Forstwirtschaft, Gemeinden, Fachbehörden und Verbänden sowie Zuständige der Förderstellen von Land und Bund in Marktoberdorf zur Projektbegleitenden Arbeitsgruppe zusammen.

Einführend blickte Maria Rita Zinnecker, Landrätin und erste Vorsitzende des Zweckverbands Allgäuer Moorallianz, auf die ereignisreichen ersten fünf Jahre des insgesamt zehnjährigen Umsetzungszeitraums zurück. Neben den wegweisenden Renaturierungsmaßnahmen im Seemoos (bei Oy-Mittelberg) und im Sulzschneider Wald (bei Seeg) konnten vor allem beim Flächenankauf unerwartet große Erfolge erzielt werden. Zudem hob sie die Errungenschaften des inzwischen abgeschlossenen Teilprojekts Ländliche Entwicklung in puncto Umweltbildung hervor und verwies abermals auf die hohe Relevanz der gelungenen Zusammenarbeit mit Land- und Forstwirtschaft.

Zinnecker zog eine durchweg positive Bilanz der ersten Halbzeit des Projekts. Dass die Arbeit inzwischen reine Routine sei, könne jedoch nicht behauptet werden. Die Rückschau zeige deutlich, dass unterschiedliche Phasen durchlaufen werden müssten. Diese Entwicklungen erforderten Flexibilität, ohne dass jedoch die gesteckten Ziele des Natur- und Klimaschutzes aus den Augen verloren werden dürften.

Projektleiter Dr. Ulrich Weiland gab einen Überblick über aktuelle Finanzen, den Flächenankauf im Kerngebiet und laufende Maßnahmenumsetzungen. Es wurde auch über die umfangreichen Aktivitäten der Landschaftspflegeverbände im Projektgebiet berichtet. Er stellte das vergangene Jahr vor allem als Jahr der Planung und Vorbereitung der ab 2018 anstehenden Renaturierungsvorhaben der Moorallianz heraus. Daran anknüpfend berichtete Dr. Alois Kapfer, Auftragnehmer für die laufende Maßnahmenplanung im Hertinger Moos (Gemeinde  Nesselwang), beispielhaft über das komplexe Vorgehen bei der Untersuchung der Wasserverhältnisse im Moor – neben den vorhandenen Arten- und Biotopen die wichtigste Planungsgrundlage für eine gelungene Renaturierung und dauerhafte CO2-Bindung im Torf.

Für die kommenden fünf Jahre stehen bei der Allgäuer Moorallianz die Umsetzung größerer Renaturierungsvorhaben und die weitere Arrondierung der angekauften Flächen im Vordergrund. „Wir sind zuversichtlich, dass die zweite Hälfte der Projektlaufzeit genauso gut läuft wie die erste“, so Landrätin Zinnecker. Bereits jetzt könne jedoch festgehalten werden, dass das Projekt einen sehr hohen Mehrwert für die Region habe.

Weitere Informationen: www.moorallianz.de
Neu: www.moorwelten-allgaeu.de

Details

Datum: 11.12.17