Bauen & Umwelt

Landratsamt Oberallgäu

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Wer steckt dahinter?

Ein breites Bündnis landwirtschaftlicher Organisationen mit Landkreisen und Gemeinden!

Die Initiative GENial wird von einem breiten Bündnis verschiedener bäuerlicher Organisationen im Allgäu getragen. Dazu gehören z. B. Kreisverbände des Bayerischen Bauernverbandes - BBV, der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter - BDM, die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft - AbL und verschiedene Bioanbauverbände (siehe auch Bild links). Unterstützt wird die Arbeit von den Landkreisen Lindau, Oberallgäu und Ostallgäu mit ihren Gemeinden sowie der Stadt Kempten. Mit dem Landkreis Unterallgäu und unseren oberschwäbischen Nachbarn arbeiten wir dabei genauso zusammen wie mit dem österreichischen Bundesland Vorarlberg und der dortigen Bodenseeakademie. Unser Ziel ist es, eine gentechnikfreie Anbau- und Fütterungsregion für das Allgäu und die angrenzende Bodenseeregion zu erreichen und zu sichern.

Sie können sich gern an uns wenden, wenn Sie Fragen haben oder eine Veranstaltung in Ihrem Verein oder z. B. in Ihrer Schule durchführen wollen. Wir helfen Ihnen gern bei der Planung und beraten Sie bei der Wahl der Referenten! Rufen Sie einfach an unter

T.: 08321/612-420.

 

siegelohnegentechnik
14.02.17
14.
Februar
2017

GENial – gentechnikfrei in die Zukunft

Lisa Prechtl neue Koordinatorin des Arbeitskreises
p11303231 (© Landkreis Oberallgäu )
Umweltminister Dr. Marcel Huber überreicht Logo "Gentechnikanbaufreie Kommune" an 14 Gemeindeoberhäupter im Landkreis Oberallgäu

Gentechnikanbaufreie Gemeinden

Umweltminister Dr. Marcel Huber zeichnet weitere 14 Kommunen im Landkreis Oberallgäu aus.

In den Jahren 2007 bis 2009 haben alle Kommunen im Oberallgäu und auch der Landkreis selbst Beschlüsse gefasst mit dem Ziel, die gentechnikreie Landwirtschaft im jeweiligen Hoheitsbereich zu erhalten und zu fördern.

Seit dem Jahr 2011 zeichnet der Freistaat Bayern solches Engagement mit dem Logo "Gentechnikanbaufreie Kommune" aus. Eine Übergabe dieses Logos erfolgte nun durch den Umweltminister Dr. Marcel Huber am 28.07.2013 während einer Feierstunde im AlpSeeHaus in Immenstadt-Bühl.

Huber betonte in Bühl, dass der Freistaat Bayern der "Feinkostladen" Deutschlands für landwirtschaftliche Produkte sein wolle. Es passe dazu nicht, wenn dann in ihrer Wirkung auf Natur, Nutztiere und Menschen nicht ausreichend untersuchte gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut würden. Zu viele Fragen seien hier noch unbeantwortet und es mehren sich die Hinweise, dass der Anbau von GVO erhebliche Risiken mit sich bringt. Das gilt besonders für Regionen mit kleinteilig strukturierten Landschaften unterschiedlichster Bewirtschaftung und vielen für die Natur besonders wertvollen Flächen. Aus diesem Grund müssen nach Huber die Entscheidungen über Anbauverbote künftig auch vor Ort - unabhängig von EU-Zulassungen - durch die jeweiligen Regionen getroffen werden können. Dafür setze sich Bayern auf EU-Ebene nachdrücklich ein.

Der stellvertretende Landrat Anton Klotz stellte in seiner Rede ein vermeintlich nachlassendes Interesse der Gentechnikkonzerne an neuen Pflanzenzulassungen in Europa fest. Begründet würde das mit der fehlenden Akzeptanz in der Bevölkerung. Man dürfe sich aber von solchen Konzernaussagen nicht täuschen lassen und müsse gerade jetzt wachsam sein und aufklären über den Wert der gentechnikfreien Landwirtschaft. Es gelte zu verhindern, dass beispielsweise wie in den USA die Schädigung von Bienen in Folge der Agro-Gentechnik auch hier bei uns ein Maß erreicht, welches Bestäubung durch Bienen auf der Fläche nicht mehr gewährleistet.

Unterschriftenübergabe an Umweltminister
Übergabe von Unterschriften an den ehem. bayer. Umweltminister Dr. Markus Söder
p1230014 (© Landkreis Oberallgäu )
v.l.: der ehem. Umweltminister Dr. Markus Söder, Landrat Gebhard Kaiser und die ehem. stv. Kreisbäuerin Elisabeth Koch, treibende Kraft auf dem Weg zur gentechnikfreien Region

Gentechnikfreie Anbau- und Fütterungsregion

"Eigenständige Landwirtschaft - biologische Vielfalt - gesunde Lebensmittel - regionale Wertschöpfung"

Mit der herrlichen Natur- und Kulturlandschaft des Landkreises Oberallgäu untrennbar verbunden sind die Attribute "Echtheit", "Reinheit" und "Gesundheit". Für uns ist es unabdingbar, diese Attribute zu bewahren und weiterzuentwickeln.

Vor diesem Hintergrund hat sich der Oberallgäuer Kreistag bereits im Sommer 2007 mit dem Thema "Gentechnikfreie Anbauregion" befasst und beschlossen, die Bestrebungen der bäuerlichen Institutionen (Bayerischer Bauernverband, Bio - Verbände) zu unterstützen. Dies beinhaltet den Verzicht auf den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen und solche auch nicht als Futtermittel zu verwenden. Am 02. März 2009 konnte dann die "Agro-Gentechnik freie Region Oberallgäu-Kempten" verkündet werden. Kriterium dafür ist, dass sich mindestens zwei Drittel der Landwirte einer Region durch eine entsprechende schriftliche Erklärung verpflichten, auf den Anbau und die Verfütterung von gentechnisch veränderten Organismen zu verzichten.  

Ein wesentlicher Aspekt, um eine spürbare Wirkung in der regionalen Wertschöpfungskette zu erzielen, sind regional gut verankerte und kooperierende Netzwerke. Wir stehen deshalb in Kontakt zu Entscheidungsträgern auf allen Ebenen sowie zu den Nachbarn im Allgäu, in Oberschwaben und in Vorarlberg. Gemeinsam informieren wir auf Messen und anderen Veranstaltungen mit dem Ausstellungstand der Initiative "GENial! Allgäu ohne Grüne Gentechnik" über dieses Thema, das Landwirte und Verbraucher gleichermaßen bewegt.

Ihr Ansprechpartner

Lisa Prechtl
Koordinatorin Arbeitskreis GENial