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Landrat Klotz und der Klimaschutzbeauftragte, Simon Steuer, werden die Elektrofahrzeuge zukünftig häufiger nutzen.

Elektroautos für den Fuhrpark des Landratsamtes

Elektromobilitätscoaching der Hochschule Kempten liefert interessante Ergebnisse

Noch immer sind Elektroautos auf Allgäuer Straßen eine Seltenheit. Zu teuer in der Anschaffung und zu kurze Reichweite für den Alltagsgebrauch, lauten häufig die Vorurteile. In welchen Bereichen der Einsatz der umweltfreundlichen Gefährte sehr wohl wirtschaftlich sinnvoll sein kann und praktisch mit keinerlei Einschränkungen verbunden ist, zeigt die Hochschule Kempten Firmen und Kommunen mit Hilfe ihres Mobiltätscoachings auf. Ein Angebot, das das Landratsamt Oberallgäu in Anspruch genommen hat und das jetzt Früchte trägt.

Denn angesichts der Ergebnisse hat man sich im Landratsamt dazu entschlossen, zunächst ein konventionelles Fahrzeug gegen ein Elektroauto auszutauschen. Laut dem Klimaschutzbeauftragten des Landratsamtes, Simon Steuer, waren die Ergebnisse so gut, dass noch ein weiteres Fahrzeug ausgetauscht wurde.

Grundlage des Elektromobilitätscoachings der Hochschule Kempten war eine Mobilitätsanalyse des aktuellen Landratsamt-Fuhrparks. Dazu hatte das Hochschul-Team kurzzeitig elf Fahrzeuge mit sogenannten GPS-Loggern ausgestattet, um Fahrdaten sammeln und Nutzungsprofile erstellen zu können.

„Es stellte sich heraus“, so Simon Steuer  „dass 70 bis 80 Prozent aller Fahrtenstrecken unter 60 Kilometer waren, die mit Elektroautos also gut zu bewältigen gewesen wären.“ Auf der Basis der Informationen, die im Alltagsbetrieb gewonnen worden waren, simulierten die Experten von der Hochschule den Einsatz verschiedener Elektrofahrzeugtypen. „Rein theoretisch könnten wir sechs der elf Fahrzeuge durch Elektroautos austauschen“, fasst Steuer die Ergebnisse zusammen, was aber nicht zuletzt wegen der Standzeiten beim Laden der Batterien zu einem komplexen und unflexiblen Buchungssystem führen würde. Deshalb startet man zunächst einmal mit zwei Elektrofahrzeugen.

Der Landrat lobt das Angebot der Hochschule Kempten und spricht von „einer Vorbildfunktion“, die das Landratsamt mit der Aufnahme von Elektroautos in den Fuhrpark wahrnehmen will. Die Senkung des CO2-Ausstoßes und der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen seien wichtige Ziele der Klimaschutzpolitik des Landkreises. „Der Ausbau der Elektromobilität“, so Klotz, „spielt dabei eine wichtige Rolle. Gerade die Fuhrparks von Verwaltungen und Unternehmen haben häufig gleichbleibende Kilometerleistungen und nach Feierabend genügend Zeit zum Laden“.

Details

Datum: 17.11.16

Simon Steuer
Klimaschutzbeauftragter