Bauen & Umwelt

Landratsamt Oberallgäu

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bahnschwellen (© Landkreis Oberallgäu )
Bahnschwellen auf dem Weg zur Entsorgung

Eisenbahnschwellen

Die weitere Verwendung von Eisenbahnschwellen und ähnlichen Hölzern ist in der Regel unzulässig.

Die Gefahrstoffverordnung sieht seit über 10 Jahren vor, daß Holzschutzmittel auf der Basis von Teerölen und Holz, das mit entsprechenden Holzschutzmitteln behandelt ist, nicht mehr verwendet werden darf. Die Verordnung läßt dabei nur wenige Ausnahmen zu. Grund für das Verwendungsverbot ist, daß Teeröl in hohen Konzentrationen polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) enthält, die als krebserzeugend gelten.

Mit Teerölen behandelte Hölzer, wie vor allem Eisenbahnschwellen, dürfen demnach nur noch für gewerbliche und industrielle Zwecke gemäß dem ursprünglichen Herstellungszweck, d.h. wieder als Eisenbahnschwellen etc. verwendet werden (§ 16 Abs. 1 GefStoffV  i.V.m. Artikel 67 und Anhang XVII VO EG 1907/2006). Ausdrücklich verboten ist die Verwendung unter anderem:

  • in Innenräumen
  • zur Herstellung von Spielzeug
  • auf Spielplätzen
  • in Gärten, Parks und vergleichbaren Orten
  • zur Herstellung von Gartenmobiliar
  • als Behälter für lebende Pflanzen
  • als Verpackung für Nahrungs- und Futtermittel

Die früher teilweise praktizierte Verwendung im Garten- und Landschaftsbau, z.B. als Beeteinfassung, Mobiliar, Trennwand etc. ist damit zweifelsfrei unzulässig. Eisenbahnschwellen und andere teerölgetränkte Hölzer können damit im allgemeinen nicht mehr wiederverwendet werden und sind nach den Maßgaben der Altholzverordnung (A IV-Holz) als "Sondermüll" zu entsorgen.

Bei Zweifeln über die Zulässigkeit des geplanten Entsorgungsweges von Bahnschwellen und anderen mit Teerölen behandelten Hölzern wenden Sie sich bitte an uns.

Ihre Ansprechpartner

Stefan Bechter
Sachgebietsleiter 
Volker Ruch
 
Stefan Bechter
Sachgebietsleiter