Bauen & Umwelt

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feuer (© Landkreis Oberallgäu )
Die 3 Phasen der Holzverbrennung: 1. Trocknung des Holzes 2. Umwandlung der Holzsubstanz in brennbare Gase 3. Oxidation der Holzgase

Richtiges Heizen mit Holz

Tipps für den Betrieb von Holzheizungen um Beeinträchtigungen der Umwelt und der Nachbarschaft zu vermeiden

Spätestens wenn es wieder kälter wird freut sich jeder über seine Heizanlage. Vor allem das ökologisch sinnvolle Heizen mit Holz, wodurch fossile Brennstoffe wie Erdgas und Heizöl ersetzt werden, hat in den letzten Jahren wieder zugenommen. Damit beim Betrieb der Holzfeuerung allerdings keine Beeinträchtigung von Umwelt oder Nachbarn eintritt, sind einige Regeln zu beachten.

Festbrennstofffeuerungsanlagen dürfen in der Regel (je nach Herstellerangabe ggf. auch andere Brennstoffe) nur mit trockenem, naturbelassenem, stückigem Holz betrieben werden. Holz gilt als trocken bei einem Feuchtigkeitsgehalt von maximal 20 %. Dies wird bei frisch geschlagenem Holz nach 2 Jahren richtiger Lagerung erreicht. Die richtige Lagerung findet an einem luftigen, sonnigen, überdachten Ort statt. Trockenes Holz hat einen ungefähr doppelt so hohen Heizwert wie feuchtes Holz. Das Verbrennen von feuchtem Holz ist nicht nur unwirtschaftlich, sondern auch schädlich. Aufgrund der hierbei niedrigeren Verbrennungstemperatur tritt eine verstärkte Ruß- und Teerbildung auf, was eine starke Zunahme an Schadstoffen zur Folge hat und auch zur Kaminversottung beiträgt.

Eine informative Broschüre des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) über das richtige Heizen mit Holz in Kaminöfen ist für Sie als pdf-Datei zum Download hinterlegt.

Leider werden Festbrennstofffeuerungen vereinzelt (oder immer wieder?) auch als Müllverbrennungsanlagen missbraucht. So haben Kunststoffe, Kartonagen, gestrichenes, lackiertes, beschichtetes oder mit Holzschutzmitteln behandeltes Holz als Brennstoff in der Feuerung nichts verloren. Wer solche Einsatzstoffe in seiner Feuerung verbrennt begeht nicht nur eine Ordnungswidrigkeit, sondern bestraft sich auch selber. Denn durch den Einsatz von falschen Brennstoffen wird der Kamin und der Kessel in kurzer Zeit versottet und von Schadstoffen zerfressen. Der stinkende, ungesunde Rauch, der aus dem Kamin kommt, belästigt nicht nur die Nachbarn, er schlägt sich bei ungünstigen Wetterlagen auch direkt im Umfeld des Kamins nieder.

Ihre Ansprechpartner

Stefan Bechter
Sachgebietsleiter