Bauen & Umwelt

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Prinzip der Schallwellen

TA Lärm

Die Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm) - die wichtigste Grundlage für den anlagenbezogenen Lärm

Die TA Lärm vom 26.08.1998 dient dem Schutz und der Vorsorge vor Lärm. Sie ist Grundlage der  Geräuschbewertung für die meisten Arten des von Anlagen ausgehenden Lärms. Für Sport- und Freizeitanlagen, Baustellen sowie Straßen- und Schienenverkehr gelten eigenständige Regelungen. Nicht in der TA Lärm geregelt ist der sogenannte verhaltensbezogene Lärm, also beispielsweise der Trompete spielende Nachbar oder die private Feier. Die TA Lärm setzt nicht zwingend einen gewerblichen Betrieb voraus. So gilt die Regelung zum Beispiel auch für den immer beliebter gewordenen privaten Betrieb von Luftwärmepumpen. Für diese spezielle Anlagentechnik ist ein Merkblatt des Bayerischen Landesamtes für Umweltschutz hinterlegt.

Die TA Lärm setzt die zulässigen Immissionsrichtwerte in Abhängigkeit von der in einem Gebiet vorherrschenden Nutzung und der Tages- bzw. Nachtzeit fest. Die Tagzeit wird definiert als die Zeit von 6.00 bis 22.00 Uhr. Die Nachtzeit dauert entsprechend von 22.00 bis 6.00 Uhr. Im Einzelfall sind Abweichungen um eine Stunde möglich. Die Immissionsrichtwerte betragen (tags/nachts):

  • in Gewerbegebieten  65 / 50 dB(A)
  • in Dorf- und Mischgebieten 60 / 45 dB(A)
  • in allgemeinen Wohngebieten 55 / 40 dB(A)
  • in reinen Wohngebieten 50 / 35 dB(A)

Die für den Immissionsort (= Ort an dem der Schall ankommt) geltenden Immissionsrichtwerte werden dabei mit dem sogenannten Beurteilungspegel verglichen. Für den Beurteilungspegel werden alle von Anlagen ausgehenden Geräusche berücksichtigt. Dazu zählen auch Fahrzeuggeräusche auf dem Betriebsgrundstück. Verkehrsgeräusche auf öffentlichen Straßen werden jedoch nur unter engen Voraussetzungen mit eingerechnet.

Der Beurteilungspegel errechnet sich aus einer Mittelung der von den einzelnen Geräuschen ausgehenden Lärmeinwirkung über den Tag bzw. über die lauteste volle Nachtstunde. Einzelne Geräusche dürfen damit auch lauter als der Immissionsrichtwert sein. Diese kurzzeitigen Geräuschspitzen dürfen die Immissionsrichtwerte jedoch tags um nicht mehr als 30 dB(A) und nachts um nicht mehr als 20 dB(A) überschreiten.

Außerdem kennt die TA Lärm zum Beispiel noch Richtwerte für Geräuschübertragungen innerhalb von Gebäuden, Sonderregelungen für seltene Ereignisse und in Wohngebieten strengere Regelungen für Tageszeiten mit erhöhter Empfindlichkeit (werktags von 6.00 - 7.00 Uhr und von 20.00 - 22.00 Uhr). Werktage sind übrigens alle Tage außer Sonn- und Feiertage, d.h. auch der Samstag.

Ihre Ansprechpartner

Stefan Bechter
Sachgebietsleiter