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Landratsamt Oberallgäu

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Kreuzkraut

Neueste Erkenntnisse zum Wasserkreuzkraut

Erkennen - regulieren - vermeiden

Das Wasser-Kreuzkraut (Senecio aquaticus) gehört zur weltweit verbreiteten und großen Familie der Korbblütler. Die Gattung der Kreuzkräuter, auch Greiskräuter genannt, zählt in Deutschland rund 30 verschiedene Arten, die im Ackerland, auf Grünland, im Wald und in verschiedenen Freiflächen vorkommen. Alle Kreuzkräuter produzieren eine große Anzahl an flugfähigen Samen und können sich daher, je nach Standort, relativ schnell ausbreiten. Im voralpinen Grünlandgürtel Bayerns wird seit einigen Jahren ein zunehmendes Auftreten des Wasserkreuzkrautes auf frischen bis feuchten Wiesen und Weiden beobachtet.

Broschüre der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL)

Broschüre Landratsamt Oberallgäu

 

 

 

kreuzkrauteinzelpflanze
Kreuzkraut Einzelpflanze

LfU und LfL: Ausbreitung der giftigen Kreuzkräuter begrenzen

Pilotprojekt zur Minimierung von Wasserkreuzkraut im Allgäu

Die Ausbreitung giftiger Kreuzkraut-Arten zu begrenzen, ist gemeinsames Ziel von Landesamt für Umwelt (LfU) und Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL). Diese Pflanzen breiten sich seit einigen Jahren verstärkt in lückigen Feuchtwiesen und auf Viehweiden aus. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe der Behörden entwickelt seit 2010 Maßnahmen, wie das Vordringen von Kreuzkräutern begrenzt werden kann.

Warum wird das Kreuzkraut bekämpft?

Einige Kreuzkraut-Arten enthalten einen hohen Anteil giftiger Alkaloide. Sie können vor allem bei Pferden und Rindern Vergiftungen hervorrufen. Deshalb ist ihr Zurückdrängen sowohl für die Landwirtschaft als auch für die Landschaftspflege wichtig. Aktuell werden im Allgäu weitere Maßnahmen erprobt: Freiwillige Helfer der Diakonie Kempten stechen Wasserkreuzkraut-Pflanzen aus, um die Möglichkeiten der mechanischen Einzelpflanzenbekämpfung zu prüfen.

Es werden auch spezielle Methoden, wie das „Ausdunkeln" untersucht, bei dem andere, für Nutztiere ungiftige Pflanzen das Licht liebende Kreuzkraut überwachsen. LfU und LfL arbeiten bei ihren Versuchen eng mit der Regierung von Schwaben (RvS), dem Landratsamt Oberallgäu, dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kaufbeuren und der Allgäuer Streueverwertung zusammen. Die Maßnahmen werden aktuell auf zwei Untersuchungsflächen am Öschlesee bei Kempten und in der Nähe von Martinszell an der Iller getestet.


Erste Ergebnisse aus dem Demonstrations- und Tastversuch im Allgäu sind jetzt veröffentlicht. Klicken Sie hier, um den aktuellen Bericht zum Thema "Verdrängung des Wasserkreuzkrautes" zu sehen
 

Weitere Informationen zum Gemeinschaftsprojekt finden Sie unter:

http://www.lfu.bayern.de/natur/streuwiesen/kreuzkraeuter/index.htm

http://www.lfl.bayern.de/ips/unkraut/31470/?context=/lfl/ips/unkraut/

Kreuzkraut
befallene Wiese mit Kreuzkraut
Christian Schiebel
Sachgebietsleiter