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Pilzberatung

Im Landkreis Oberallgäu gibt es KEINE offizielle Pilzberatung.
Trotzdem möchten wir Ihnen ein paar allgemeine Hinweise geben:

Die Pilzsaison beginnt etwa Ende Juli und endet Mitte Oktober mit dem ersten Bodenfrost. Dennoch kommt es auch immer auf die jeweilige Witterung an.

Für viele Menschen ist Pilze suchen ein beliebter Zeitvertreib. Wenn man sich aber nicht hundertprozentig sicher ist, dass das, was im Pilzkorb landet, auch wirklich essbar ist, sollte man die Finger vom Pilze sammeln lassen.

Für die genaue Bestimmung gibt es einige Unterschiede und typische Merkmale. Diese sind ausführlich in Pilzbestimmungsbüchern aufgeführt. Auch die Verwechslungsmöglichkeiten mit sehr ähnlichen Giftpilzen und deren Unterscheidungsmerkmalen sind dort aufgelistet. Trotz alledem kann nur ein qualifizierter Pilzberater einen nicht bekannten Pilz mit so hoher Sicherheit identifizieren, dass dieser dann als Speisepilz verwendet werden kann.

Tipps für Pilzsucher, die in den nächsten Tagen auf die Suche gehen:

  • Feste Schuhe und wetterfeste Kleidung, auch zum Schutz vor Zecken, sind ratsam
  • Pilze im offenen, luftdurchlässigen Körben sammeln (keine Plastiktüten verwenden)
  • Nur junge feste Pilze mitnehmen, die man sicher kennt

Einige allgemeine Hinweise:

  • Sammeln Sie nur Speisepilze, die Sie genau kennen
  • Sammeln Sie nur zum Eigenbedarf und verarbeiten Sie die Pilze sofort
  • Der Verzehr von giftigen Pilzen kann bereits bei einer kleinen Menge folgenschwer sein
  • Kommt es trotz aller Vorsicht zu einer Verwechslung, ist rasches Handeln geboten.

Welche Symptome treten nach dem Verzehr von giftigen Pilzen auf?

Typische Symptome sind Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schweißausbrüche oder eine Gelbfärbung der Haut. Diese können erst Stunden oder Tage nach der Mahlzeit auftreten.

Was kann ich dagegen tun?

Bei Verdacht auf eine Vergiftung sollte man sofort den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 alarmieren. Alle Pilzreste und gegebenfalls Erbrochenes sollte aufbewahrt werden. So können Ärzte schnell die Art des Giftes feststellen und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten.

Kontakt der Giftnotzentrale (Giftnotruf München, Telefon 089 19240)

Vergiftungserscheinungen kommen laut Deutscher Gesellschaft für Mykologie am häufigsten vor, wenn Speisepilze zu lange aufgehoben, falsch gelagert oder nicht richtig zubereitet werden. Auch genießbare Pilze sind im rohen Zustand meist giftig. Ausnahmen bilden Zuchtchampignons und Steinpilze.

Achtung

Tiere fressen auch Giftpilze an. Doch was für Tiere ungefährlich ist, kann für den Menschen lebensgefährlich sein. Deshalb sollte man sich davon nicht leiten lassen. Gesammelte Pilze im Wald bereits grob säubern, später unter fließendem Wasser abspülen, putzen, zerkleinern und mindestens 20 Minuten braten oder dünsten. Pilze am besten am Tag des Sammelns zubereiten.

Christian Schiebel
Sachgebietsleiter