Bauen & Umwelt

Landratsamt Oberallgäu

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Hochwasserschutzprojekte

Als Folge des Pfingsthochwassers 1999 laufen derzeit im Landkreis Oberallgäu mehrere aufwändige Projekte, die einen weitreichenden Hochwasserschutz für die Zukunft gewährleisten sollen. Insbesondere zu erwähnen ist hier das Hochwasserschutzkonzept Obere Iller. Ausgearbeitet und durchgegführt werden diese Maßnahmen durch das Wasserwirtschaftsamt Kempten. Hier können detailierte und ausführliche Informationen  abgerufen werden.

Informationen über den nachhaltigen Hochwasserschutz in Bayern bzw. über das Aktionsprogramm Donau/ Main 2020 in Bayern bietet das Umweltministerium. 

Hochwasservorhersage

Hochwasservorhersagen bietet der Hochwassernachrichtendienst  am Bayerischen Landesamt für Wasserwirtschaft in München und die Hochwasserzentrale  am Wasserwirtschaftsamt Kempten.

Der HND des Landesamtes gibt einen täglichen Überblick über Wasserstände und Abfüsse an ausgewählten Messstellen in Bayern; er gibt Hintergrundberichte und allgemeine Informationen über Hochwasser; er informiert bei Hochwasser mit aktuellem Meldungen von Wasserständen, Abflüssen, Tendenzen und Vorhersagen.

Die Organisation der Hochwasservorhersage sieht in Bayern Regionalzentralen für unterschiedliche Flusseinzugsgebiet vor.

Die regionale Hochwasserzentrale Iller / Lech am Wasserwirtschaftsamt Kempten ist für Prognosen an der Iller sowie am Lech (mit der Wertach) zuständig und ist somit die südwestlichste Zentrale in Bayern. Die wesentlichsten Aufgaben derzeit sind:
 

  • Warnung vor Hochwasser
  • Fachliche Unterstützung der Katastrophenschutzbehörden in wasserwirtschaftlichen Fragen
  • Erstellung von Abflussprognosen an Iller, Lech und Wertach
  • Steuerung von Rückhaltebecken:
    • Forggensee (nur im Hochwasserfall)
    • Grüntensee
    • Rottachsee
Pegelinfo

vorhandene Abfusspegel an Iller, Wertach und Lech und Zuläufenmit automatischen Messstationen. Die Messstationen sind unter Punkt Hochwasservorhersage des WWA Kempten abrufbar.

Objekt- und Gebäudeschutz

In unregelmäßigen, in letzer Zeit in zeitlich kurzen Intervallen, führen außergewöhnliche Witterungsereignisse wie ausgedehnte extreme Niederschläge auch in Verbindung mit Schneeschmelze an unseren Flußläufen zu Überschwemmungen und zum Anstieg des Grundwasserspiegels. Dabei können erhebliche Schäden an Gebäuden und Außenanlagen auftreten.

Hochwasserschutzmaßnahmen wie

  • Anlegen bzw. Zurückgewinnen von Rückhalteräumen
  • Fördern einer natürlichen Gewässerentwicklung (Renaturierung)
  • Entsiegelung und Niederschlagswasserversickerung
  • Deich- und Dammbauten

bieten keinen 100 %-igen Hochwasserschutz.

Dessen sollte sich jeder Hauseigentümer bewusst sein. Das Restrisiko gilt es weitesgehend zu minimieren.
Objektschutz fängt schon bei der Planung an, nachträgliche Verbesserungen lassen sich aber auch bei vorhanden Objekten realisieren.

Umweltauswirkungen

Die Auswirkungen eines Hochwassers auf die Umwelt können nachhaltig sein. Ausgelaufene und abgeschwemmte Stoffe haben Schäden an unserer Umwelt verursacht. Die Erhebungen der Wasserwirtschaftsämter zeigen, dass in Südbayern 1999 insgesamt eine Flächen von ca. 40.000 ha überschwemmt wurde. 
Christian Schiebel
Sachgebietsleiter