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Gesundheitsamt empfiehlt Grippen-Impfung

Beratung und Impfung beim Hausarzt


Das Oberallgäuer Gesundheitsamt rät auch in diesem Jahr wieder dazu, sich beim Hausarzt gegen Grippe impfen zu lassen. „Die Impfung ist die einzig sichere Schutzmöglichkeit vor der Grippe. Kommen Sie ihr mit der Impfung  zuvor!“, appelliert Gesundheitsamtsleiter Dr. Alfred Glocker. Zusätzlich zur Impfung empfiehlt er regelmäßiges und gründliches Händewaschen mit Seife sowie Abstandhalten zu erkrankten Personen. Die Kosten für die Impfungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen und in der Regel auch von den Privatkassen übernommen. Die Praxisgebühr entfällt.
 
Die Grippesaison 2016/2017 war eine schwere Grippewelle und hat vor allem ältere Menschen stark getroffen. Die "echte" Grippe ist eben kein banaler grippaler Infekt  - mit ihr ist nicht zu spaßen. Auch Personen, die nicht zu den Risikogruppen gehören, müssen mit schweren Verläufen rechnen. Die Grippe wird als Gesundheitsrisiko oftmals unterschätzt. Leider sind gerade bei den Senioren die Impfquoten mit rund 35 Prozent besonders niedrig.
 
Das Paul-Ehrlich-Institut, das Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, hat bereits 17 Millionen Impfstoffdosen freigegeben. Die Impfstoffe für diese Grippesaison wurden bereits an die Oberallgäuer Apotheken ausgeliefert und stehen zur Verfügung. Die Impfungen sollten nun bald erfolgen, weil der Körper nach der Impfung etwa zwei Wochen braucht, bis sich ein ausreichender Impfschutz aufgebaut hat. Der optimale Impfzeitraum ist Oktober und November. 
 
In dieser Saison gibt es neben den Impfstoffen zur intramuskulären Injektion in den Oberarm auch einen Impfstoff, der unter die Haut, also subkutan, injiziert werden kann. Zusätzlich gibt es einen Nasenspray-Impfstoff für Kinder und Jugendliche ab einem Lebensalter von zwei bis einschließlich 17 Jahren und einen Impfstoff für Personen über 65 Jahren mit Wirkverstärker. Einen hühnereiweißfreien Impfstoff gibt es in dieser Saison nicht - bei bekannter Hühnereiweißallergie sollte daher der impfende Arzt informiert werden.
 
Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Grippeimpfung insbesondere für Menschen mit einem erhöhten Risiko für schwere Krankheitsverläufe. Dies sind vor allem Personen über 60 Jahre, chronisch Erkrankte und Schwangere. Auch medizinisches und pflegerisches Personal sollte sich impfen lassen. Neben dem Eigenschutz steht hier insbesondere auch der Schutz der behandelten Patienten oder betreuten Personen im Vordergrund. Die Impfquoten sind bisher auch beim Medizinpersonal zu niedrig. Eine in zwei Universitätskliniken durchgeführte Pilotstudie des Robert Koch-Instituts ergab, dass nur knapp 40 Prozent der Klinikmitarbeiter geimpft waren, 56 Prozent bei den Ärzten, 34 Prozent des Pflegepersonals und 27 Prozent bei therapeutischen Berufen. Die Notwendigkeit einer Grippe-Impfung besteht grundsätzlich für alle Menschen mit vielen Außenkontakten.
 
 

Details

Datum: 02.10.17

Dr. Alfred Glocker
Leiter Gesundheitsamt Leitender Medizinaldirektor