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Abschuss von Kormoranen

Der Kormoran als Fisch fressender Beutegreifer wurde, wie andere Nahrungskonkurrenten des Menschen, schon in früheren Jahren massiv verfolgt und bis 1920 in Mitteleuropa durch Menschenhand so gut wie ausgerottet. Etwa ab Mitte der 1940er Jahre siedelte er sich wieder zögerlich an den Küsten an und ist heute wieder ein regelmäßig anzutreffender Brut- und Gastvogel in Bayern und ganz Deutschland.

1996 wurde von der Bayerischen Staatsregierung eine artenschutzrechtliche Ausnahmeverordnung (AAV), umgangssprachlich kurz Kormoranverordnung, eingeführt.  Damit wurde eine Abschusserlaubnis für Kormorane in der Zeit vom 16. August bis 14. März und im Umkreis von 200 m um Gewässer außerhalb von Naturschutzgebieten, Nationalparken und europäischer Vogelschutzgebiete bayernweit erteilt. Die Ausnahmeverordnung wurde im Jahr 2013 erneut um vier Jahre bis zum 15. Juli 2017 verlängert.

Personen, die zur Ausübung der Jagd befugt sind, ist nach Maßgabe von § 1 AAV der Abschuss von Kormoranen gestattet.

Nach § 1 Abs. 6 AAV sind die Abschussdaten der zuständigen Jagdbehörde bis spätestens 10. April jeden Jahres auf einem Einlegeblatt zur jagdlichen Streckenliste (§16 AVBayJG) mitzuteilen.

Hierfür hat das Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit ein mit dem Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten abgestimmtes Formular erstellt. Das Formblatt "Mitteilung des Abschusses von Kormoranen" sowie auch Formblätter für Abschussplanung und Streckenliste können hier aufgerufen werden.

 

Kai Bomans
Sachgebietsleiter