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Landratsamt Oberallgäu

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Abschusspläne und Hegeschauen

Abschusspläne

Schalenwild (mit Ausnahme von Schwarzwild - Wildschweine) sowie Auer- und Birkwild darf nur auf Grund und im Rahmen eines Abschussplanes erlegt werden. , soweit sie sich nicht in der Schonzeit befinden.

Dieser muss vom Revierinhaber im Einvernehmen mit dem Jagdvorstand und bei verpachteten Eigenjagdbezirken im Einvernehmen mit dem Jagdberechtigten aufgestellt werden.  Die Untere Jagdbehörde bestätigt die Abschusspläne im Einvernehmen mit dem Jagdbeirat. Der Abschussplan für Rehwild wird für drei Jagdjahre erstellt.      

Bei der Abschussplanung ist neben der körperlichen Verfassung des Wildes der Zustand der Vegetation vorrangig, insbesondere die Waldverjüngung ist zu berücksichtigen.

Die Bayerische Forstverwaltung erstellt alle drei Jahre für die rund 750 bayerischen Hegegemeinschaften forstliche Gutachten zur Waldverjüngung (Vegetationsgutachten). Hier wird die Lage der Waldverjüngung, deren Beeinflussung durch Schalenwildverbiss erfasst und bewertet. Die Forstbehörden stellen diese Gutachten den Jagdgenossenschaften, Eigenjagdbesitzern und Revierinhabern sowie der Unteren Jagdbehörde im Vorfeld der Drei-Jahres-Abschussplanung für Rehwild zur Verfügung.

Der Revierinhaber muss den Abschussplan für Schalenwild erfüllen. Um dies nachweisen zu können, müssen Streckenlisten geführt werden, die der Jagdbehörde vorzulegen sind. In manchen Fällen muss auch der gesamte Wildkörper oder Teile davon der Jagdgenossenschaft vorgelegt werden (körperlicher Nachweis).


Hegeschauen

Darüber hinaus finden nach Ablauf des Jagdjahres auch jährlich öffentliche Hegeschauen statt. Diese sind verpflichtend abzuhalten, um die Erfüllung der Abschusspläne zu überwachen und bestimmte Daten nach Ablauf eines Jagdjahres erheben zu können. Sie haben die Aufgabe, Informationen zu vermitteln, insbesondere über

  • die Entwicklung der Wildschadenssituation und der Waldverjüngung unter Berücksichtigung der Gutachten der Forstbehörden zum Zustand der Vegetation,
  • die Erfüllung der Abschusspläne, die körperliche Verfassung des Wildes und die strukturelle Entwicklung der Wildbestände unter Berücksichtigung des Kopfschmucks des erlegten oder verendet aufgefundenen Schalenwildes,
  • die Bestandsentwicklung der nichtabschussplanpflichtigen Wildarten und
  • die Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensbedingungen der freilebenden Tierwelt.

 Die Revierinhaber sind verpflichtet, bei einer Hegeschau den Kopfschmuck des gesamten in ihren Jagdrevieren im letzten Jagdjahr erlegten oder verendet aufgefundenen Schalenwildes vorzulegen.

Kai Bomans
Sachgebietsleiter