Gesundheit & Verbraucherschutz

Landratsamt Oberallgäu

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Produktüberwachung

Lebensmittel, Getränke, Tabakerzeugnisse, Arzneimittel, Kosmetik, Bedarfsgegenstände


Den Bestimmungen des Lebensmittel- und Bedarfsgegenständerechts unterliegen sämtliche Lebensmittel, die gewerbsmäßig in den Verkehr gebracht werden in rohem Zustand sowie in sämtlichen Stufen der Verarbeitung und Zubereitung sowie

  • alkoholfreie und alkoholische Getränke
  • Tabakerzeugnisse
  • frei verkäufliche Arzneimittel
  • kosmetische Mittel, pflegende und dekorative Mittel
  • Bedarfsgegenstände wie z.B. Eß- und Trinkgeschirre, Verpackungsmaterialien für Lebensmittel, Spielwaren, Putzmittel, Duftöle, Bekleidung die direkt auf der Haut getragen wird und Hygieneartikel

So werden von der Lebensmittelüberwachung laufend Erzeugnisse, die neu auf dem Markt sind, auf ihre Verkehrsfähigkeit, ihre stoffliche Zusammensetzung etc. aber auch auf die Einhaltung der Kennzeichnungsvorschriften hin überprüft.

Daneben werden während des ganzen Jahes aus der gesamten Palette der im Handel befindlichen Lebensmittel, Kosmetika und Bedarfsgegenstände, entsprechend einem bayernweit vorgegebenen Probenplan sog. "Planproben" entnommen. Die Probenentnahme erfolgt hier verstärkt in den Herstellerbetrieben aber auch auf jeder Stufe des Handels um auch sicherzustellen, daß das Lebensmittel bis zu seiner Abgabe an den Verbraucher vorschriftsmäßig behandelt wird.

Die Untersuchung und Begutachtung dieser Proben erfolgt für den hiesigen Bereich durch die Fachleute (Veterinärmediziner, Chemiker etc.) des Landesuntersuchungsamtes für das Gesundheitswesen Südbayern in Oberschleißheim.

Neben den breitgefächerten "Planproben" gibt es noch die "Verdachtsproben". Eine "Verdachtsprobenentnahme" ist immer dann angezeigt, wenn die Überwachungsbehörde den Verdacht hat, daß ein bestimmtes Produkt möglicherweise nicht den oder nicht in allen Teilen, den lebensmittelrechtlichen und kennzeichnungsrechtlichen Vorschriften entspricht.

Daneben hat auch der Verbraucher die Möglichkeit, mittels einer "Beschwerdeprobe" durch die Lebensmittelüberwachung klären zu lassen, ob ein bestimmtes Erzeugnis, das seiner Meinung nach entweder verdorben oder von der allgemeinen Verkehrsauffassung geruchlich oder geschmacklich abweicht, verkehrsfähig ist.

Ergibt sich bei den Untersuchungen der vorgenannten Proben ein Grund zur Beanstandung, so obliegt es der Überwachungsbehörde,

  • bei Beanstandungen, die eine Gefährdung des Verbrauchers darstellen, dafür zu sorgen, daß das betreffende Erzeugnis unverzüglich aus dem Verkehr genommen wird

  • bzw. bei sonstigen Beanstandungen (Widerspruch gegen Verbrauchererwartung, Beanstandung der Zusammensetzung, Kennzeichnungsmängel z.B.) daß diese unverzüglich abgestellt werden.


Neben diesen Überwachungs- und Verwaltungsmaßnahmen werden bei Verstößen, die die Bagatellgrenze überschritten haben, auch Ordnungswidrigkeitenverfahren oder Strafverfahren gegen den jeweils verantwortlichen Hersteller oder Inverkehrbringer durchgeführt.

 

Ulrike Dannheimer
Sachgebietsleiterin