Schon in der griechischen Mythologie bemerkte Ikarus schnell, dass die Sonne nicht nur Licht spendet, sondern ihre Strahlen auch sehr gefährlich werden können.
Wir stürzen zwar nicht ab, weil wir uns die Flügel verbrennen, es ist jedoch nicht weniger gefährlich, die ungeschützte Haut den Sonnenstrahlen auszusetzen.
Seit den 80er Jahren haben sich die Erkrankungsraten für den gefährlichen schwarzen Hautkrebs, das maligne Melanom, in Deutschland mehr als verdreifacht.
Zwar stagniert die Zahl der Neuerkrankungen beim schwarzen Hautkrebs in Bayern, Vorsorge und Früherkennung bleiben aber weiterhin unerlässlich.
Ein Sonnenbrand ist bald wieder vorbei und „oberflächlich“ betrachtet ist der Haut nichts anzusehen. Aber Vorsicht! Die Haut merkt sich jeden Sonnenbrand ein Leben lang. „Die Haut vergisst nichts!“
Vor allem Kinder sind durch ein Zuviel an Sonnenstrahlung sehr gefährdet. Sie toben den ganzen Tag im oder am Wasser. Die gefühlte Temperatur ist sehr angenehm und die Gefahr durch die Sonne scheint ganz weit weg zu sein. Gerade hier liegt die Gefahr. Würde Ihr Kind auf dem Handtuch in der prallen Sonne liegen, würde es nicht lange ruhig bleiben. Es wäre ihm einfach zu heiß. Abgelenkt durch das Toben und die Kühle des Wassers jedoch, fällt ihm die tatsächliche Hitze und die Sonneneinstrahlung überhaupt nicht mehr auf.
Ehe man sich versieht, hat die empfindliche Kinderhaut Schaden genommen. Dies kann gefährliche Spätfolgen mit sich bringen.
Doch auch Erwachsene sollten die Gefahr durch die Sonne nicht unterschätzen. Ein Zuviel an direkter Sonneneinstrahlung kann neben den erkennbaren Sofortschäden, wie Sonnenbrand oder Bindehautentzündung, viele unangenehme Spätfolgen nach sich ziehen.
Spätfolgen der UV-Strahlen können sein:Malignes Melanom („Schwarzer Hautkrebs“)Plattenepithel („Spinaliom“)
und
Basalzell-Karzinom („Basaliom“) = auch weißer Hautkrebs
genannt
Photoalterung der Haut
Grauer Star (Linsentrübung)Haut ist nicht gleich HautEs werden vier Hauttypen unterschieden:Hauttyp 1Haut: sehr hell und blass, häufig Sommersprossen
Haare: rötlich bis blond
Reaktion auf Sonne: Sonnenbrand, keine Bräunung
Eigenschutzzeit:
(hoher UV-Index) 10 Minuten
Hauttyp 2Haut: hell, zu Sommersprossen neigend
Haare: blond bis braun
Reaktion auf Sonne: Sonnenbrand, keine Bräunung
Eigenschutzzeit:
(hoher UV-Index) 15 Minuten
Hauttyp 3Haut: leicht getönt
Haare: dunkelblond, braun
Reaktion auf Sonne: mäßiger Sonnenbrand, gute Bräunung
Eigenschutzzeit:
(hoher UV-Index) 20 Minuten
Hauttyp 4Haut: hellbraun bis braun
Haare: dunkelbraun, schwarz
Reaktion auf Sonne: kaum Sonnenbrand, starke Bräunung
Eigenschutzzeit:
(hoher UV-Index) 30 MinutenHauttyp 1
Haut: sehr hell
Viele Menschen glauben, ein hoher Lichtschutzfaktor des Sonnenschutzmittels wäre ein Garant für gefahrloses Sonnenbaden ohne Reue. Weit gefehlt! Der Lichtschutzfaktor gibt nur den Faktor an, um den sich der Zeitraum des natürlichen Schutzes der Haut vor der Sonnenstrahlung (je nach Hauttyp verschieden) verlängern lässt.
Beispiel: Hauttyp 1 Eigenschutzzeit bei starker UV-Belastung 10 Minuten. Schützt man diese Haut mit einem Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor 10, bedeutet dies, dass man 100 Minuten Sonne genießen könnte.
VORSICHT: Es gibt kein Sonnenschutzmittel, das die UV-Strahlen gänzlich von der Haut fernhalten kann.Hinter diesem Link verbergen sich Informationen zur Aktion „Sonne(n) mit Verstand -statt Sonnenbrand“.
Ebenso stehen Ausmalbilder, ein „Sonnen Memory“ oder Bastelbögen für Ihre Kinder zum Download bereit.
www.sonne-mit-verstand.de