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Elektronischer Aufenthaltstitel (eAT)

Zum September 2011 wurde bundesweit der elektronische Aufenthaltstitel (eAT) eingeführt. Die Aufenthaltstitel werden seitdem als gesondertes Dokument in Scheckkartengröße mit elektronischen Zusatzfunktionen erteilt und ausgehändigt. Im Karteninneren besitzt der eAT einen kontaktlosen Chip, auf dem biometrische Merkmale (Lichtbild und nach Vollendung des 6. Lebensjahres zwei Fingerabdrücke), Nebenbestimmungen im Zusammenhang mit dem Aufent-haltstitel (z.B. zur Erwerbstätigkeit) und persönliche Daten gespeichert sind. Zusätzlich erhält der Chip einen elektronischen Identitätsnachweis und die Möglichkeit, eine elektronische Signatur zu nutzen.

Der elektronische Identitätsnachweis bietet zum Beispiel die Möglichkeit, sich bei Internetdiensten von Wirtschaft und Verwaltung elektronisch auszuweisen. Diese Funktion kann auf Wunsch freigeschaltet werden.
Mit der elektronischen Unterschrift können Sie rechtsgültige digitale Dokumente unterschreiben. Diese Funktion können Sie nach Ausstellung des eAT bei einem privaten Zertifizierungsservice beantragen.
Die Funktionen des eAT entsprechen denen des neuen deutschen elektronischen Personal-ausweises.

Nähere Informationen zum elektronischen Aufenthaltstitel in verschiedenen Sprachen erhalten Sie über die Internetseite des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge. Hier finden Sie auch die Broschüre "Alles Wissenswerte zum elektronischen Aufenthaltstitel" in verschiedenen Sprachen zum downloaden.

Flyer mit nützlichen Informationen zum elektronischen Aufenthaltstitel

  • flyer.pdf
    flyer_-_der_elektronische_aufenthaltstitel__deutsch_.pdf
    60.0322 kB

Wann wird der elektronische Aufenthaltstitel ausgestellt?

Der eAT wird ab einer Gültigkeitsdauer von einem Monat ausgestellt und umfasst folgende Aufenthaltstitel:

  • Aufenthaltserlaubnis
  • Niederlassungserlaubnis
  • Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EU
  • Aufenthaltskarte für drittstaatsangehörige Familienangehörige eines Unionsbürgers oder eines Staatsangehörigen eines EWR-Staats
  • Daueraufenthaltskarte für drittstaatsangehörige Familienangehörige eines Unionsbürgers oder eines Staatsangehörigen eines EWR-Staats
  • Aufenthaltserlaubnis für Schweizer und ihre drittstaatsangehörigen Familienangehörigen, wenn sich diese für einen eAT entscheiden

Hat der elektronische Aufenthaltstitel Auswirkungen auf die Verfahrensabläufe?

Die Einführung des eAT hat Auswirkungen auf die gesamten Abläufe in der Ausländerbehörde:

  1. Die Anträge sollen, wie bisher auch, bei der zuständigen Stadt- oder Gemeindeverwaltung gestellt werden. Bitte beachten Sie, dass die aktuellen Aufenthaltstitel gültig bleiben. Sie müssen erst dann einen eAT beantragen, wenn Ihr (befristeter) Aufenthaltstitel abläuft, Ihr Pass, in dem sich der Aufenthaltstitel befindet, abgelaufen oder verloren gegangen ist und Sie einen neuen Pass erhalten haben (Übertrag).
  2. Erst nach Prüfung des Antrages wird der Antragsteller von uns benachrichtigt, damit die erforderliche Speicherung der biometrischen Daten erfolgen kann. Künftig müssen von jedem Antragsteller (auch Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren) zwei Fingerabdrücke genommen werden. Alle Antragsteller müssen daher künftig persönlich bei der Ausländerbehörde vorsprechen.
  3. Nach Erfassen der biometrischen Daten kann die Bundesdruckerei von uns beauftragt werden. Zwischen Beantragung und Aushändigung des eAT ist auf jeden Fall mit einer Wartezeit von vier bis sechs Wochen zu rechnen, da die Karten ausschließlich bei der Bundesdruckerei in Berlin hergestellt werden.
  4. Sobald uns der eAT vorliegt, benachrichtigen wir den Antragsteller erneut. Der eAT kann nur durch die Ausländerbehörde ausgegeben werden. Eine Abholung bei der Stadt- oder Gemeindeverwaltung ist nicht mehr möglich.

Insgesamt muss daher mit längeren Bearbeitungs- und Wartezeiten gerechnet werden.

Adressänderungen sind derzeit nicht über die Stadt- oder Gemeindeverwaltungen möglich. Dazu müssen die eAT-Inhaber wieder persönlich bei der Ausländerbehörde vorsprechen.

Wichtig:

Der eAT wird als eigenes Dokument ausgestellt. Er ist jedoch kein Passersatz, sondern dient lediglich dazu, den jeweiligen aufenthaltsrechtlichen Status zu dokumentieren und ist grundsätzlich nur im Zusammenhang mit einem gültigen, anerkannten Pass oder Passersatz gültig. Der eAT ist daher stets zusammen mit dem Pass oder Passersatz aufzubewahren und mitzuführen.

Was geschieht mit meinem bisherigen, aber noch gültigen Aufenthaltstitel?

Die bisherigen Aufenthaltstitel, die als Etikett in die Reisedokumente eingeklebt wurden, behalten auch nach Einführung des eAT ihre Gültigkeit, längstens aber bis 31.08.2021.

Was kostet der elektronische Aufenthaltstitel?

Der Gesetzgeber hat u.a. wegen der anfallenden Produktionskosten für den elektronischen Aufenthaltstitel bei der Bundesdruckerei die Gebührensätze der einzelnen Aufenthaltstitel erheblich angehoben. Die Ausländerbehörde hat hierauf keinen Einfluss. Die ab 01.09.2011 geltenden Gebührensätze finden Sie hier:

Gebührenübersicht eAT

Iris Stötzer
Sachgebietsleiterin