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Niederlassungserlaubnis - allgemein

Ausländer, die sich schon lange in Deutschland aufhalten, hier leben und arbeiten und gerne für unbeschränkte Zeit in Deutschland bleiben möchten, können auf Antrag eine Niederlassungserlaubnis erhalten. Diese vermittelt im Gegensatz zur Aufenthaltserlaubnis ein unbefristetes Recht in Deutschland zu leben. Welche Voraussetzungen Sie erfüllen müssen und welche Unterlagen benötigt werden erfahren Sie hier...

Staaten, deren Bürger unter diese Regelung fallen

Die Niederlassungserlaubnis können alle ausländischen Staatsangehörigen erhalten, die nicht aus Mitgliedsstaaten der EU / EWR oder der EFTA kommen. Für einige Ausländer gibt es die Möglichkeit, die Niederlassungserlaubnis auch schon mit Vollendung des 16. Lebensjahres oder des 18. Lebensjahres zu bekommen.

Wesen einer Niederlassungserlaubnis

Die Niederlassungserlaubnis ist ein unbefristeter Aufenthaltstitel und der sicherste Aufenthaltsstatus in Deutschland. Im Gegensatz dazu gilt die Aufenthaltserlaubnis immer nur für eine begrenzte Zeit, hat also ein Verfallsdatum. Die Niederlassungserlaubnis gilt ab ihrer Erteilung für immer. Inhaber einer Niederlassungserlaubnis können nur bei Verfehlungen, wie z.B. Straftaten zur Ausreise aus der Bundesrepublik Deutschand aufgefoordert werden. Außerdem berechtigt die Niederlassungserlaubnis zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit.

Voraussetzungen

Damit eine Niederlassungserlaubnis erteilt werden darf, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt werden:

Aufenthaltszeiten:

Besitz einer Aufenthaltserlaubnis seit

  • 5 Jahren (allgemein) - oder
  • 3 Jahren ( § 25 Abs. 1 oder 2 AufenthG)
    • bei Asylberechtigung, und
    • Mitteilung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (§ 73 Abs. 2a AsylVfG), dass die Voraussetzungen für den Widerruf oder die Rücknahme nicht vorliegen - oder
  • 3 Jahren
    • mit einem/einer deutschen Staatsangehörigen (Ehegatte/Lebenspartner) zusammenlebend, oder
    • mit einem deutschen Verwandten (Elternteil oder Kind) in familiärer Lebensgemeinschaft lebend - oder
  • 3 Jahren
    • wenn, in diesen eine selbständige Tätigkeit ausgeübt wurde,
    • die auch, wie geplant, erfolgreich verwirklicht wurde - oder
  • 7 Jahren (§§ 22-26 AufenthG)
    • bei Aufenthalt aus völkerrechtlichen,
    • humanitären oder
    • politischen Gründen.

 Sprachkenntnisse

Der Bewerber muss ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache nachweisen,  durch den erfolgreichen Abschluss des Integrationskurses.
Ausnahme:

  • Der Abschluss der Kurses ist nicht erforderlich für
    • Asylberechtigte
    • Ausländer, die seit 3 Jahren selbständig oder freiberuflich tätig sind
  • Die m ü n d l i c h e Verständigung auf einfache Art in deutscher Sprache reicht für Ausländer, die vor dem 01.01.2005 im Besitz einer Aufenthaltserlaubnis oder Aufenthaltsbefugnis waren.
     

 Wohnung

Ein ausreichender Wohnraum für alle im Haushalt lebenden Personen muss durch eine aktuelle Bescheinigung des Vermieters (ein Formular für den Wohnungsnachweis finden Sie unten) bzw. den Kaufvertrag (bei Wohnungs-/Hauseigentum) mit Angabe der Quadratmeterzahl nachgewiesen werden.
Ausnahme:
Der Nachweis ist nicht erforderlich für

  • Asylberechtigte
  • Ausländer, die seit 3 Jahren selbständig oder freiberuflich tätig sind
     

Lebensunterhalt

Der Lebensunterhalt muss für die gesamte Familie gesichert sein. Der Nachweis richtet sich nach der Art der Beschäftigung:

  • Bei Arbeitnehmern (sofern Beschäftigung erlaubt ist): aktuelle Arbeitgeberbestätigung (Art und Dauer des Beschäftigungsverhältnisses, ggf. auch vom Ehegatten)
  • Bei Selbständigen / Freiberuflichen:
    • Gewinn nach Steuern (letzter Einkommensteuerbescheid , aktuelle Gewinn- und Verlustrechnung des Steuerberaters) und die Genehmigung zur Gewerbeausübung.
    • Krankenversicherungsnachweis

Ausnahme:

Der Nachweis ist für Asylberechtigte nicht erforderlich.

Altersversorgung

Es muss außerdem eine gesicherte Altersversorgung nachgewiesen werden. Das funktioniert am besten durch Rentenversicherungsnachweise der Bundes- bzw. Landesversicherungsanstalt. Benötigt werden mindestens 60 Monate Pflicht- oder freiwillige Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung.

Ausnahme:

Dieser Nachweis ist nicht erforderlich für

  • Ausländer, die sich in einer Ausbildung befinden
  • Ausländer, die vor dem 01.01.2005 im Besitz einer Aufenthaltserlaubnis oder Aufenthaltsbefugnis waren
  • Asylberechtigte
  • Ausländer, die in familiärer Lebensgemeinschaft mit einem Deutschen Staatsangehörigen (Ehegatte/Lebenspartner, Elternteil oder Kind) leben

Politische Grundkenntnisse

Der Antragsteller muss gewisse Grundkenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse im Bundesgebiet haben und diese nachweisen. Das kann zum Beispiel durch erfolgreichen Abschluss des Integratonskurses erfolgen.

Ausnahme:
Dieser Nachweis ist nicht erforderlich für

  • Ausländer, die vor dem 01.01.2005 im Besitz einer Aufenthaltserlaubnis oder Aufenthaltsbefugnis waren
  • Asylberechtigte
  • Ausländer, die seit 3 Jahren selbständig oder freiberuflich tätig sind
     

Sonstiges

  • vollständig ausgefülltes Antragsformular
  • gültiger Nationalpass
  • aktuelles biometrisches Passfoto

Hinweise:

- Ehegatten -
Bei Ehegatten, die in ehelicher Lebensgemeinschaft zusammenleben, genügt es, wenn die Voraussetzungen des gesicherten Lebensunterhalts und der ausreichenden Altersversorgung durch einen Ehegatten erfüllt werden.

Die Auflistung ist nicht abschließend. Im Einzelfall kann darüber hinaus noch die Vorlage zusätzlicher Nachweise erforderlich sein.

Kosten

Die Gebühr für eine Niederlassungserlaubnis beträgt

  • 200,00 € für selbstständig Erwerbstätige,
  • 250,00 € für Hochqualifizierte,
  • 135,00 € in allen anderen Fällen. 
     

Nützliche Formulare

Antrag auf Erteilung einer Niederlassungserlaubnis

Arbeitgeberbescheinigung

Wohnungsnachweis

Iris Stötzer
Sachgebietsleiterin