Integration im Kleingarten
Kleingärten sind grüne Oasen, Erholungs- und Rückzugsräume inmitten der Stadt. Seit Jahren werden sie zunehmend von Menschen mit Migrationshintergrund genutzt – egal ob Deutschrussen oder Türkischstämmige, einen eigenen Schrebergarten zu haben ist beliebt. Damit werden die mehr als eine Million Kleingärten in Deutschland zu Orten der Integration.
Der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDV) hat aus diesem Grund eine Broschüre über das Miteinander von Deutschen und Migranten in den Gartenanlagen veröffentlicht. Die Publikation versteht sich als Leitfaden, wie Menschen mit und ohne Migrationshintergrund in den Gartenanlagen gemeinsam arbeiten können. In der Broschüre wird deutlich, dass ein Großteil der deutschen Bevölkerung es als eine Bereicherung ansieht, dass sich Menschen aus anderen Kulturen einbringen. Über 50% gaben in einer Befragung an, dass das Miteinander problemlos sei. Schwierigkeiten wurden aber auch erwähnt, sei es auf Grund von Sprachproblemen, wechselseitigen Vorurteilen, dem Verbleiben in der eigenen Gruppe oder aber unterschiedlichen Auffassungen von Vorschriften. Deswegen beleuchtet die Broschüre auch konkrete Lösungsansätze. Schwerpunkt ist hierbei das Motto „Nicht überei-nander, sondern miteinander reden". Kommunikation wird als zentrales Lösungsmittel benannt.
Abgerundet wird die Publikation durch das Vorstellen gelungener gemeinsamer interkultureller Projekte in Kleingartenanlagen – vom Deutschkurs für Aussiedler über Maßnahmen im Problemstadtviertel bis hin zu einer Kleingartenanlage, die eigentlich für türkische Werftarbeiter erschlossen wurde, heute aber türkische, arabische, portugiesische und deutsche Kleingärtner vereint. Zusätzlich werden Portraits präsentiert, in denen Kleingärtner mit Migrationshintergrund selbst zu Wort kommen.
Weitere Informationen finden Sie hier.
Quelle: Ibis
Institut für interdisziplinäre Beratung und interkulturelle Seminare
Am Grillopark 10
47169 Duisburg
eingestellt am: 27.05.2011
Integration im Kleingarten
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