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Landratsamt Oberallgäu

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Integrationskurs

Der Integrationskurs bietet Zuwanderern eine gute Chance die deutsche Sprache, Lebensart und Werteordnung kennen zu lernen. Ziel der Integrationskurse ist, dass Sie ohne fremde Hilfe in allen Angelegenheiten des täglichen Lebens selbständig handeln können. Hierzu gehören Einkaufen und Arztbesuche ebenso wie Behördengänge und Freizeitaktivitäten. Wer Ihnen diesen Kurs anbietet, wie Sie sich anmelden können und welche Angebote für Sie richtig sind, erfahren Sie hier...

Ein Integrationskurs besteht aus

  • einem Basis- und einem Aufbausprachkurs, der ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache vermittelt, und
  • einem Orientierungskurs, der Grundwissen zur Rechtsordnung, Kultur und Geschichte Deutschlands vermittelt.

Die erfolgreiche Teilnahme am Integrationskurs hat aufenthaltsrechtliche Vorteile. So kann sie z.B. zu einem Einbürgerungsanspruch nach bereits sieben statt erst nach acht Jahren führen.

Der Integrationskurs umfasst 600 Unterrichtsstunden Sprachkurs (Basis- und Aufbausprachkurs) und 60 Unterrichtsstunden Orientierungskurs.

Kosten des Integrationskurses

Der Integrationskurs wird vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefördert. Das bedeutet, dass den größten Teil der Kosten das Bundesamt bezahlt. Für die Teilnahme am Integrationskurs haben Teilnahmeberechtigte nur einen Kostenbeitrag in Höhe von 1,20 Euro pro Unterrichtsstunde zu leisten. Wenn ein Teilnehmer nicht über ausreichend Mittel verfügt, muss gem. § 43 Abs. 3 Satz 4 AufenthG auch derjenige bezahlen, der dem Teilnahmeberechtigten zur Gewährung des Lebensunterhalts verpflichtet ist. Sofern ein Kursteilnehmer aus finanziellen Gründen zur Übernahme dieses Betrages gar nicht in der Lage ist, kann er über den von ihm ausgewählten Kursträger beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge einen Antrag auf Kostenbefreiung stellen. Dieser Antrag steht für Sie unten zum Download bereit.

Verpflichtung zur Teilnahme an einem Integrationskurs

Zur Teilnahme an einem Integrationskurs können Sie verpflichtet werden, wenn Sie erstmals eine

  • Aufenthaltserlaubnis
    • zur Erwerbstätigkeit (§§ 18, 21 AufenthG),
    • zum Familiennachzug (§§ 28, 29, 30, 32, 36 AufenthG),
    • aus humanitären Gründen (§ 25 Abs. 1 und 2 AufenthG),
    • für in anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union langfristig Aufenthaltsberechtigte (§ 38a AufenthG)

erhalten, sich dauerhaft im Bundesgebiet aufhalten und sich nicht auf einfache Art in
deutscher Sprache mündlich verständigen können.

  • Kontingentflüchtlinge (§ 23 Abs. 2 AufenthG) bzw. Ausländerinnen und Ausländer, die erstmals eine Aufenthaltserlaubnis zum Ehegattennachzug erhalten (§§ 28 Abs. 1 Satz 1 Nr.1, 30 AufenthG), benötigen ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache, um nicht zum Integrationskurs verpflichtet zu werden.

Ausnahme:

Von der Teilnahmepflicht an Integrationskursen sind Sie ausgenommen, wenn

  • Sie sich in einer beruflichen oder sonstigen Ausbildung befinden,
  • Sie an vergleichbaren Bildungsangeboten teilnehmen oder
  • Ihre Teilnahme auf Dauer unmöglich oder unzumutbar ist.

 

Freiwillige Teilnahme


Sie haben in der Regel keinen Teilnahmeanspruch, wenn Sie Unionsbürger sind oder bereits länger hier leben. Eine Kursteilnahme kann aber auch für Sie auf Antrag gefördert werden, § 44 Abs. 4 AufenthG. Der Antrag ist beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zu stellen.
Nähere Informationen finden Sie auch unter

http://www.bamf.de
 

Antrag auf Fahrtkostenzuschuss

Antrag auf Kostenbefreiung

Antrag auf Zulassung zum Integrationskurs

Miriam Duran
Beauftragte für Migration und Integration