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Aktionsplan Interkulturelle Öffnung

Die interkulturelle Öffnung der Verwaltung gewinnt durch den demografischen Wandel und Fachkräftemangel in Deutschland gerade auf kommunaler Ebene eine immer größere Bedeutung. Migration und Integration werden auch in den kommenden Jahren und Jahrzehnten in immer neuen Facetten Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland beeinflussen. Die Potenziale von Zuwanderung und Zugewanderten werden heute gerade von Unternehmen und Verbänden als eine Antwort auf den demografischen Wandel stärker in den Mittelpunkt gestellt. Die Entwicklung in den Regionen hängt immer stärker auch von dieser Personengruppe ab. Ein zentrales Anliegen ist es dabei, eine Willkommenskultur für neu Zugewanderte und eine Anerkennungskultur für die hier lebenden Menschen mit Migrationshintergrund zu etablieren. In diesem Zusammenhang ist der Prozess der interkulturellen Öffnung in öffentlichen Einrichtungen ein zentrales Instrument, um Zugangsbarrieren abzubauen und die Kundenorientierung auszubauen.

Das Projekt „Interkulturelle Öffnung der Verwaltung als Chance" hat daher zum Ziel, Strukturen der interkulturellen Öffnung in Kommunen durch einen partizipativen Prozess aufzubauen oder zu ver-bessern und konkrete Maßnahmen in ausgewählten Fachabteilungen zu erarbeiten und zu verankern. Träger des Projektes, welches durch den Europäischen Integrationsfonds kofinanziert wird, ist das imap Institut. Das Gesamtprojekt startete im April 2012 und endet im März 2015. Die Durchführung im Landkreis Oberallgäu erfolgte zwischen Dezember 2012 bis Oktober 2013.

Durch das Projekt sollen in bis zu 20 Mittelstädten und Landkreisen bundesweit Impulse für die Personal- und Organisationsentwicklung in einem Gesamtprozess der interkulturellen Öffnung der Verwaltung gegeben werden.

Dies soll durch die strategische Entscheidung für einen Prozess interkultureller Öffnung der Verwaltung, bedarfsorientierte Workshops für Entscheidungsträger und Fachabteilungen sowie den Austausch mit anderen teilnehmenden Kommunen und Landkreisen erreicht werden. Diese Projekte sollen impulsgebend für die jeweilige Verwaltung wirken und einen Transfer innerhalb der Verwaltung und darüber hinaus ermöglichen.

Das Projekt beinhaltet vier Bausteine:

(1) Bestandsanalyse zur interkulturellen Öffnung in der Verwaltung

(2) Projekt-Kick-off

(3) Drei Workshops mit den Pilotabteilungen, ein Vernetzungsworkshop

(4) Erarbeitung eines Aktionsplans

Zunächst wurde eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt. Hierzu liegt eine Auswertung vor. Im Anschluss erfolgte die Durchführung einer Kick-off-Veranstaltung, an der sowohl Führungskräfte als auch Mitarbeitende teilnahmen. Hier wurde ein Entwurf der Leitlinien und Erfolgskriterien interkultu-reller Öffnung erarbeitet. Im Rahmen der Workshops mit den Pilotabteilungen galt es, die Teilnehme-rinnen und Teilnehmer interkulturell zu sensibilisieren sowie konkrete Maßnahmen zu erarbeiten. Im Herbst 2013 fand ein weiterer Workshop für verwaltungsexterne Akteure der Integrationsarbeit statt, um die erarbeiteten Maßnahmen durch diese Perspektive zu erweitern. Anschließend wurde der vor-liegende Aktionsplan erarbeitet und mit der Migrationsbeauftragten abgestimmt.

Die Projektergebnisse müssen nun über die Verwaltungsspitze, die Migrationsbeauftragte und die Pilotabteilungen umgesetzt und weiterentwickelt werden.

Miriam Duran
Beauftragte für Migration und Integration