Jugend, Familie & Soziales

Landratsamt Oberallgäu

Oberallgäuer Platz 2 • 87527 Sonthofen

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Antrag auf Einbürgerung

Bevor Sie sich weiter mit dem Thema Einbürgerung beschäftigen, sollten Sie sich darüber informieren, ob Ihre Einbürgerung grundsätzlich möglich ist. Dazu stellen wir Ihnen hier die Rechtsgrundlagen vor. Daneben bieten wir Ihnen eine persönliche Beratung durch die zuständige Sachbearbeiterin an.

Rechtsgrundlagen:

  • Anspruchseinbürgerung nach § 10 des Staatsangehörigkeitsgesetzes
  • Einbürgerung, die auf die Ehe oder Lebenspartnerschaft mit einem deutschen Staatsangehörigen begründet wird
  • Ermessenseinbürgerung nach § 8 Staatsangehörigkeitsgesetz
  • Miteinbürgerung von Ehegatten und Kindern


Erforderliche Unterlagen

Folgende Unterlagen sind mit dem Einbürgerungsantrag im Original einzureichen:

  • internationale oder ausländische Geburtsurkunde, auch von mit einzubürgernden Kindern
  • ggf. Heiratsurkunde, beglaubigte Abschrift aus dem Familienbuch bzw. Heiratsregister (auch von früheren Ehen, Scheidungsurteil/e mit Rechtskraftvermerk);

Bitte reichen Sie ausländische Personenstandsurkunden stets mit Übersetzung eines von deutschen Gerichten anerkannten Übersetzter ein!
handgeschriebener Lebenslauf mit Unterschrift

  • 1 aktuelles Lichtbild
  • Einkommensnachweise, auch vom mitverdienenden Ehegatten (auch Rentenbescheid, Bescheid über Arbeitslosengeld)
    • bei Selbständigen: die letzten beiden Einkommensteuerbescheide, die letzte Bilanz und eine Zukunftsprognose des Steuerberaters
    • bei Arbeitnehmern: die Gehaltsabrechnungen der letzten 3 Monate
  • Mietvertrag oder Grundbuchauszug
  • Meldebescheinigung der Wohnsitzgemeinde bzw. Stadt für alle Familienangehörigen
  • gültiger Nationalpass, auch für mit einzubürgernde Kinder

Jedes Familienmitglied über 16 Jahre stellt einen eigenen Antrag. Zur Prüfung können je nach Einzelfall weitere Unterlagen angefordert werden. Der Antrag muss handschriftlich unterschrieben werden. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass per E-Mail gesendete Anträge ohne Unterschrift aus diesem Grund nicht von uns angenommen werden können.

Die Anspruchseinbürgerung erfordert außerdem

  • einen achtjährigen rechtmäßig gewöhnlichen Aufenthalt im Inland
  • unbefristetes Aufenthaltsrecht
  • Bekenntnis zum Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland
  • keine verfassungsfeindlichen Betätigungen
  • in der Regel Sicherung des Lebensunterhalts ohne Inanspruchnahme von Leistungen nach dem II. oder XII. Buch Sozialgesetzbuch (Sozialhilfe oder ähnliches)
  • Straflosigkeit, ausgenommen Bagatelldelikte
  • ausreichende deutsche Sprachkenntnisse (Zertifikat Deutsch)
  • Einbürgerungstest
  • grundsätzlich Aufgabe der bisherigen ausländischen Staatsangehörigkeit
  • Ehegatten und Kinder können mit eingebürgert werden, auch wenn sie sich noch nicht acht Jahre in Deutschland aufhalten

Bei der Ermessenseinbürgerung gelten für bestimmte Personengruppen (z.B. Asylberechtigte, Ehegatten von Deutschen) kürzere Mindestaufenthaltszeiten als bei Anspruchseinbürgerungen nach dem Ausländergesetz. Über nähere Einzelheiten erhalten Sie von uns Informationen.

Sonstiges

  • persönliche oder telefonische Kontaktaufnahme mit dem zuständigen Sachbearbeiter
  • weitere Unterlagen nach Lage des Einzelfalles

Die Auflistung ist nicht abschließend. Im Einzelfall kann darüber hinaus noch die Vorlage zusätzlicher Nachweise erforderlich sein.

Iris Stötzer
Sachgebietsleiterin