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Nachwuchs lernt am Puls der Zeit

Generalsanierung des Berufsschulzentrums Immenstadt unter energetischen Aspekten

Ein helles, freundliches Ambiente und technisch auf dem neuesten Stand: So präsentiert sich nach aufwendiger Generalsanierung das Berufliche Schulzentrum Immenstadt – eines der größten im Regierungsbezirk Schwaben. Nach Abschluss des 15 Jahre dauernden Investitionsprogrammes lernt es sich gut in den neuen Unterrichtsräumen. Nahezu 2100 Schülerinnen und Schüler besuchen die modern ausgestattete Berufsschule mit den Zweigen Wirtschaft und Verwaltung, Gastronomie, Bautechnik, Kfz-Technik, Zimmerer- und Friseurhandwerk. Rund 85 Lehrkräfte sind wöchentlich rund 1450 Stunden für den beruflichen Nachwuchs im Einsatz.

25,5 Millionen Euro investiert

Auf stolze 25,5 Millionen Euro summieren sich die häppchenweise in das Mammutprojekt getätigten Investitionen. Davon 3,9 Millionen flossen in die energetische Sanierung des „C3“-Gebäudes, die kürzlich abgeschlossen wurde. 46 Prozent der förderfähigen Kosten übernimmt der Freistaat Bayern. Großzügig zeigte sich aber auch der Landkreis Oberallgäu als alleiniger Sachaufwandsträger. „Das Geld ist gut angelegt. Uns ist wichtig, jungen Menschen in der Region bestmögliche  Bildungschancen anbieten zu können“, sagt der neue Landrat Anton Klotz. Auf seine Initiative hat sich das Oberallgäu gerade eben auf den Weg zur Bildungsregion gemacht. Dank der Sanierung und Modernisierung sei die Unterrichtsqualität in der Berufsschule Immenstadt nun wesentlich verbessert und optimiert worden.

Somit befindet sich das landkreiseigene Schulzentrum heute am Puls der Zeit. Alles andere als in einem vorbildlichen Zustand waren die seinerzeit veralteten Schul- und Klassenzimmer im Jahr 1999. Damals wurde die erste Baumaßnahme mit dem Erweiterungsbau „E“ (Ausbildungs- und Schulräume für Zimmerer, Schreiner und Maurer) in Angriff genommen.

Im Team ging´s leichter

2001 folgte die Generalsanierung der Gebäudeteile „C1“ und „C2“ samt Küchentrakt.  Insbesondere der Wärmeschutz und die Haustechnik entsprachen nicht mehr den Anforderungen. Auch sicherheitstechnische Mängel (Brandschutz) mussten beseitigt werden. Schwierigkeiten im Gebäudezuschnitt und bei der Statik erforderten  wiederholte Umplanungen. Bezahlt machte sich bei diesen Herausforderungen die enge Kooperation aller Beteiligter (Planer, Verantwortliche in der Berufsschule und im Landratsamt, sowie die Fachkräfte bei der Regierung von Schwaben).

Weiter ging es 2002 mit der Generalsanierung der Werkstätten (Bauteil „D“). Diese mussten an die  Ausbildungserfordernisse insbesondere der Kfz-Berufe angepasst werden. Neben Wärmeschutzmaßnamen (Wärmedämmung, Austausch der Fenster) und Dachsanierung galt es zudem, Brandschutzmängel zu beheben.

Neue Mensa, neues Internat

Fünf Jahre später erhielten die Schüler ihre langersehnte Mensa, die im ehemaligen Praxisbereich Bautechnik samt Sitzgelegenheiten im Freien realisiert wurde. 2009 machten sich die Planer  schließlich an die energetische Sanierung des Gebäudeteils „A“. Unter anderem wurden Holzfenster gegen Holz-Alu-Fenster ausgetauscht sowie Fassade und Flachdach gedämmt. Das Obergeschoss erhielt eine Lüftungsanlage für die Klassenräume. Und 2013 konnten die Internatsschüler nach einjähriger Bauzeit ins generalsanierte Berufsschulinternat mit 70 Betten und Pelletsheizung einziehen. Krönender Abschluss des Mammutprojektes: die energetische Sanierung des „C3“-Gebäudes (Einweihung Herbst 2014) mit neuer Lüftungszentrale.

Rollstuhlfahrer willkommen

175 000 Euro wurden aufgewendet, um das ganze Gebäude für Rollstuhlfahrer erreichbar zu machen.  So finden sich in der Berufsschule ein entsprechender Aufzug sowie Rampen und Behindertenstellplätze. Für die EDV-Ausstattung und die EDV-unterstützten Anlagen wie CNC-Maschinen  und die Kfz-Ausstattung waren rund eine Million Euro erforderlich.

Aktuell präsentiert sich das Berufsschulzentrum Immenstadt nicht nur in einem Top-Zustand. Es kann auch den ständigen Neuerungen in der Ausbildung optimal gerecht werden. Beispielsweise werden dort erstmals im Schuljahr 2014/15 angehende Kaufleute für Büromanagement unterrichtet – ein Beruf, den es erst seit Kurzem gibt.