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Wer bekommt Aufstiegs-BAföG?

Wer nach einer abgeschlossenen Erstausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG), der Handwerksordnung (HWO) oder in einem bundes- oder landesrechtlichen anerkannten Beruf an einer Fortbildungsmaßnahme teilnimmt, kann das sog. „Aufstiegs-BAföG“ beantragen. Die Fortbildung muss auf eine öffentlich-rechtliche Prüfung nach dem BBiG, der HWO oder auf einem gleichwertigen bundes- oder landesrechtlich geregelten Abschluss vorbereiten, die über dem Niveau einer Facharbeiter-, Gesellen-, Gehilfenprüfung oder eines Berufsfachschulabschlusses liegen.

Auch Bachelorabsolventinnen und -absolventen, die zusätzlich eine Aufstiegsqualifizierung anstreben und die Voraussetzungen hierfür erfüllen, können eine AFBG-Förderung erhalten.

Wer ohne Erstausbildungsabschluss zu einer öffentlich-rechtlichen Fortbildungsprüfung oder zu einer entsprechenden schulischen Qualifizierung zugelassen wird (z.B. Studienabbrecher oder Abiturienten mit Berufspraxis) können ebenfalls eine AFBG-Förderung erhalten.

AFGB - vom Meister-BAföG zum Aufstiegs-BAföG

Raus aus dem Berufsleben und nochmal die Schulbank drücken, um sich weiter zu qualifizieren? Oft ist dies nicht nur eine Frage des Wollens, sondern auch eine Frage der finanziellen Möglichkeiten. Fortbildungen können teuer sein. Mit dem „Aufstiegs-BAföG“ wird die berufliche Aufstiegsfortbildung finanziell unterstützt.

Das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) verfolgt das Ziel, Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Maßnahmen der beruflichen Aufstiegsfortbildung finanziell zu unterstützen und sie zu Existenzgründungen zu ermuntern. Das Gesetz ist ein umfassendes Förderinstrument für die berufliche Fortbildung in grundsätzlich allen Berufsbereichen, und zwar unabhängig davon, in welcher Form sie durchgeführt wird (Vollzeit/Teilzeit/schulisch/außerschulisch/mediengestützt/Fernunterricht). Die Förderung ist an bestimmte persönliche, qualitative und zeitliche Anforderungen geknüpft.

Wie hoch ist die Aufstiegs-BAföG-Förderung?

Bei Vollzeit- und Teilzeitmaßnahmen ist zur Finanzierung der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren ein einkommens- und vermögensunabhängiger Maßnahmebeitrag in Höhe der tatsächlich anfallenden Gebühren, höchstens jedoch 15.000 € vorgesehen. Er besteht aus einem Zuschuss in Höhe von 40 Prozent, im Übrigen aus einem zinsgünstigen Bankdarlehen. Die Darlehen für den Unterhalts- als auch für den Maßnahmebeitrag sind während der Fortbildung und während einer anschließenden Karenzzeit von zwei Jahren - längstens jedoch sechs Jahre - zins- und tilgungsfrei.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Vollzeitlehrgängen erhalten vom Staat einen monatlichen Unterhaltsbeitrag zum Lebensunterhalt. Die Höhe des Unterhaltsbeitrages hat der Gesetzgeber pauschal festgelegt. Die konkrete Höhe wird in jedem Einzelfall aufgrund des Einkommens und Vermögens berechnet (Beispiele hierzu finden sie auf der Internetseite des Bundesministeriums.)

Die notwendigen Kosten für die Anfertigung des Prüfungsstückes (sog. Meisterstück oder eine vergleichbare Prüfungsarbeit) werden bis zu einer Höhe von 2.000 € gefördert; davon zu 40 Prozent als Zuschuss.

Bei Bestehen der Fortbildungsprüfung wird der Teilnehmerin, dem Teilnehmer auf Antrag und gegen Vorlage des Prüfungszeugnisses 40 Prozent des zu diesem Zeitpunkt noch nicht fällig gewordenen Darlehens für die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren erlassen.

Wo kann ich Meister-BAföG beantragen?

Zuständige Behörden für die Entgegennahme von Förderanträgen und die Beratung im Einzelfall sind in der Regel die kommunalen Ämter für Ausbildungsförderung bei den Kreisen und kreisfreien Städten am ständigen Wohnsitz der Antragstellerin bzw. des Antragstellers.
 

 

Antragsformulare AFGB 
 

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Günter Zeller
Sachgebietsleiter