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Integrationskonferenz

v. li.: Teresa Daubenmerkl (Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte), Anne Güller-Frey (IQ-Netzwerk), Landrat Anton Klotz, Claudia Walther (Bertelsmann Stiftung), Miriam Duran (Migrationsbeauftragte) und Ralph Eichbauer (Abteilungsleiter „Mensch und Gesellschaft“)

"Angekommen – und nun?" Integration von Geflüchteten im Oberallgäu

Auf der 6. Integrationskonferenz erarbeiten und diskutieren Integrationsakteure Maßnahmen zur Integration von Geflüchteten

Sonthofen. Rund 100 Konferenzteilnehmer drängten sich am 30. September 2016 bei der 6. Integrationskonferenz im Sitzungssaal des Landratsamtes. Die diesjährige Konferenz stand unter dem Motto „Angekommen – und nun?“ – Integration von Geflüchteten im Landkreis Oberallgäu. Unterstützt wird der Landkreis bei diesem Thema in einem Pilotprojekt durch die Bertelsmann Stiftung.

Wichtig sei, die drei Bereiche von Integration – Arbeit, Bildung und gesellschaftliche Teilhabe – aufeinander abzustimmen, sagte Ralph Eichbauer, Abteilungsleiter „Mensch und Gesellschaft“  im Landratsamt. Sprachkurse seien wichtig, für eine gelingende Integration, jedoch müssten die Menschen im Alltag Deutsch sprechen, „am besten bei der Arbeit und in der Nachbarschaft.“ Deshalb muss man die Integration ganzheitlich betrachten und die verschiedenen Teilbereiche miteinander verzahnen und nachhaltige Strukturen aufbauen. Auch die Migranten selbst sollen bei diesem Prozess eingebunden werden.

Im Landkreis sei schon sehr viel passiert, unterstrich Landrat Anton Klotz. Möglich geworden sei dies dank „großartiger“ Unterstützung der vielen Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen. Sie hätten sich in kurzer Zeit an ständig verändernde Bedingungen angepasst und Unterstützungsangebote, Maßnahmen sowie Projekte für die Geflüchteten „aus dem Boden gestampft“.

Bundesweit stehen fünf Städte Landkreise in der Pilotphase des Projekts „Angekommen – und nun?“. Begleitet wird das Projekt der Bertelsmann Stiftung vom IQ-Netzwerk (Integration durch Qualifizierung) sowie von einer professionellen Prozessmoderation des „Institutes für soziale Innovation“.  Die operative Leitung im  Landratsamt obliegt Miriam Duran (Migrationsbeauftragte) und Teresa Daubenmerkl (Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte).

Weiteres Vorgehen

Um die Perspektiven der verschiedenen lokalen Akteure auszuloten, wurde bereits im Vorfeld eine Online-Befragung ausgewertet. Dabei kam auch zutage, dass trotz einer Vielzahl anlaufenden Projekten und Unterstützungsangeboten es oft an der notwendigen Transparenz fehlt, um Synergien zu nutzen und so ein effektive Arbeiten zu ermöglichen. Nachdem mit Hilfe der Onlinebefragung und der Diskussionen auf der 6. Integrationskonferenz nun der notwenige Handlungsbedarf unter Einbindung der lokalen Akteure formuliert wurde, sollen die Lösungsansätze die auf der Konferenz erarbeitet wurden im Nachgang in Arbeitsgruppen weiterentwickelt werden. Am Ende dieses Projekts soll dann ein ganzheitliches Strategiekonzept mit konkreten Projekten stehen, die dann wiederum von den vielen Integrationsakteuren im Landkreis umgesetzt werden, um eine gelingende Integration der Geflüchteten im Oberallgäu zu fördern.

Eine ausführliche Dokumentation der Integrationskonferenz ist hier zu finden.

Details

Datum: 14.10.16