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Landrat Anton Klotz auf der 2. Oberallgäuer Bildungskonferenz (Bild: Weidle)

Inklusion: Gemeinsam neue Wege finden

2. Oberallgäuer Bildungskonferenz am 04. Juli 2017

Oberallgäu. „Die Verbesserung der Bildungs- und Teilhabechancen von Menschen mit körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung ist eine unserer vordringlichsten Aufgaben.“ Dies betonte Landrat Anton Klotz bei der zweiten Bildungskonferenz des Landkreises Oberallgäu mit über 100 Teilnehmern in der Mittelschule Dietmannsried. Spezifisches Ziel der Bildungsregion Oberallgäu sei, das gemeinsame Leben von Menschen mit und ohne Behinderung als gesellschaftliche Normalform zu etablieren. Unter der Devise „Wege zu einem bildungsinklusiven Landkreis“ zeigten Andrea Merkle und Dr. Gloria Jahn vom Bildungsbüro Oberallgäu auf, wie dieser Prozess aussehen könnte. Bei der Entwicklung von Strategien bauen sie auf das Wissen und die praktischen Erfahrungen von Fachexperten aus Schulen, Kindergärten, Vereinen und Verbänden.

In Arbeitsgruppen beschäftigten sich die Fachleute mit der momentanen Situation betroffener Kleinkinder, Schulkinder und Erwachsener im Landkreis. Dazu wurden auch aktuelle Zahlen im Bereich Inklusion vorgestellt. So besuchen derzeit etwa 203 Kinder mit getestetem sonderpädagogischem Förderbedarf eine herkömmliche Klasse oder eine Kooperationsklasse an einer Grund- oder Mittelschule. 380 Schüler aus dem Oberallgäu werden in einem Förderzentrum in Kempten sowie 206 Kinder in einem Förderzentrum des Landkreises unterrichtet.

Im nächsten Schritt wird das Bildungsbüro den Ist-Stand aufarbeiten und dazu eine Infobroschüre herausgeben. Parallel sollen Projektarbeitsgruppen gebildet werden. Ziel der vertieften Auseinandersetzung ist die Entwicklung einer Strategie für den Landkreis.

Eine Orientierung bietet die „Modellregion Inklusion Kempten“, über die Oliver Huber (Leiter Amt für Jugendarbeit/Stadt Kempten), Tobias Schiele (Schulleiter Grundschule an der Sutt) und Georg Trautmann (Studienrat Förderschuldienst) referierten. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch, für den individuell optimale Lern- und Entwicklungsbedingungen geschaffen werden sollen. (cis)

 

 

 

 

 

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Datum: 12.07.17