Jugend, Familie & Soziales

Landratsamt Oberallgäu

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„Warum Frauen nicht arbeiten können

und Männer das Geld verdienen“

 

Studie über gleiche Chancen für Frauen und Männer in den ländlichen Räumen Bayerns in den Themen Erwerbsarbeit, Familienarbeit und Freiwilligenarbeit

 

Sachverhalt Studie:

Auf Anregung des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen führte das Planungsteam Grontmij auweck GmbH / Prof. Dr. Magel / Büro planwind.at 2009 bis 2010 die Studie „Zukunftssicherung des Ländlichen Raumes durch mehr Chancengerechtigkeit für Frauen und Männer“durch. Mit der Studie sollen zum Einen Möglichkeiten der Information und Sensibilisierung für mehr Chancengerechtigkeit im Ländlichen Raum in Bayern für Politik und Bevölkerung aufgezeigt und verbessert werden. Zum Anderen sollen Handlungsempfehlungen erarbeitet werden, die zu einer Optimierung der Lebens- und Arbeitssituation von Frauen und Männern, insbesondere im Hinblick auf die Steigerung der Erwerbsbeteiligung, Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Erhöhung der beruflichen Aufstiegschancen beitragen.

Der Betrachtungsraum der Studie liegt auf dem Ländlichen Raum Bayerns entsprechend der Abgrenzung des Bayerischen Landesentwicklungsprogramms (LEP). Für jede der fünf Gebietskategorien nahm ein Referenzlandkreis an der Studie teil. Der Landkreis Oberallgäu wirkt Bayern weit als Referenzlandkreis für die Raumkategorie „Alpengebiet“ mit. Thematisch angesprochen waren im Landkreis Oberallgäu die Mitglieder des Ausschusses für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit, und weitere Vertreter der Gemeinden, Schulen, Wirtschaft, Kinder, Jugend- und Familienarbeit, Vertreter der Landwirtschaft , Sozialverbände, Integrations- und Gleichstellungsarbeit.

Der Ausschuss für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit beauftragte die Gleichstellungsstelle mit der Durchführung der Workshops im Oberallgäu.

Die Gesamtstudie des Staatsministeriums ist unter www.stmas.bayern.de/gleichstellung/atlas verlinkt  und kann dort online abgerufen und heruntergeladen werden. Auf dieser Seite sind dann die Ergebnisse der fünf beteiligten Referenzlandkreise einsehbar. Eine kleine Begleitbroschüre weist auf die Studie hin.

Sachverhalt Landkreisportrait Oberallgäu:

Im vertieften Landkreisportrait Oberallgäu zeigen sich zum Teil deutliche Unterschiede in der Chancengerechtigkeit des ländlichen Raumes, zu dem das Oberallgäu laut LEP zählt, im Vergleich zum sog. Verdichtungsraum von städtischen Ballungs- und Oberzentren. Beide Beobachtungsräume sind getrennt zu beurteilen. In folgenden Bereichen wurden aufgrund der statistischen Auswertungen Unterschiede in der Chancengerechtigkeit von Frauen und Männern deutlich:

Unterschiede:

  • Anteil erwerbstätiger Frauen
  • Anteil teilzeitbeschäftigter Frauen
  • Anteil geringfügig entlohnter Frauen
  • Anteil an Existenzgründungen von Frauen
  • Anteil der niedrigeren Renten von Frauen im ländlichen Raum Oberallgäu
  • Anteil der Frauen in GemeinderätInnen/BürgermeisterInnen
  • Anteil des Arbeitsplatzangebotes für weibliche Fachkräfte
  • Pendlerquote der Bevölkerung im ländlichen Raum
  • Mobilität der Bevölkerung
  • Wiedereinstiegsmöglichkeiten & Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • Kinderbetreuungsmöglichkeiten
  • Familienfreundliche Arbeitswelt und Betriebe (KMU)
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Die Studie „Warum Frauen nicht arbeiten können und Männer das Geld verdienen“ soll die Vorteile jeglicher Chancengerechtigkeit für Männer und Frauen im ländlichen Raum Oberallgäu hervorheben und als Sensibilisierungsinstrument für familienfreundliche Maßnahmen in unseren Gemeinden und Betrieben dienen.

  

Ilona Authried
Gleichstellungsbeauftragte