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Wenn die Seele Hunger hat

Ein Schulprojekt zur Prävention psychischer Essstörungen bei Mädchen und Jungen mit Ausstellung

Die Gleichstellungsstelle des Landkreises Oberallgäu hat vor acht Jahren unter der Schirmherrschaft von Ulrike Müller, damals MDL, das Projekt Wenn die Seele Hunger hat zur Prävention psychischer Essstörungen ins Leben gerufen.

Nach den vorliegenden Studien haben wir zwar einerseits mit übergewichtigen Kindern zu tun, auf der anderen Seite aber nimmt die Zahl essgestörter Jugendlicher zu. Dabei sind vermehrt auch junge Männer betroffen, insgesamt sind aber nach wie vor besonders Mädchen gefährdet, die sich dem herrschenden Schönheitsideal anpassen wollen. Das Alter, in dem zum ersten Mal gehungert oder diätet wird, ist dabei in den letzten Jahren stetig nach unten gefallen; so geben in einer Allgäuer Erhebung bereits 30 % aller Zehnjährigen an, schon gehungert zu haben.

Daher möchten wir für Kinder und Jugendliche von Klasse 5 bis 10 mit einem Projekt, in das auch Pädagogen und Eltern einbezogen werden, Aufklärungsarbeit leisten. Das Projekt wird konzeptioniert und durchgeführt von Frau Dipl.-Ernährungswissenschaftlerin Ulrike Klaas, Hochschuldozentin, im Auftrag der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Oberallgäu.
Es beinhaltet folgende Bausteine: Ein interaktiver Vortrag in einer Doppelstunde am Vormittag für alle SchülerInnen und LehrerInnen und anschließender Installation einer Ausstellung in Form von zwei Stellwänden, die für ca. zwei bis drei Wochen in der Schule verbleibt. Die Stellwand wird bestückt mit Fotomaterial, Berichten, Zusammenfassungen aus Studien, Pressemitteilungen, Adressen, aber auch Raum bieten für eigene Berichte und Erfahrungen, so dass ein Austausch unter Beteiligten/Betroffenen und Interessierten stattfinden kann. Der dritte Baustein ist ein Elternabend, der ähnlich Aufklärung leistet wie der Vortrag, dabei speziell aber auf die Sorgen der Eltern eingeht, der eine Diskussion ermöglicht und vor allem Hinweise gibt, wie solche Essstörungen im Frühfeld zu erkennen sind.

Das Projekt kann von interessierten Schulen angefordert werden und ist normalerweise kostenpflichtig. Es wurde seit 2009 in der Mädchenrealschule Maria Stern in Immenstadt, am Gymnasium Oberstdorf, am Gymnasium und der Realschule Immenstadt, der Fachoberschule in Sonthofen sowie der Handelsschule Merkur in Immenstadt durchgeführt.

Auskünfte erteilt Ilona Authried, Gleichstellungsbeauftragte im Landratsamt Oberallgäu, Tel. 08321/612-234 und -554 vormittags.

 

Ilona Authried
Gleichstellungsbeauftragte