Jugend, Familie & Soziales

Landratsamt Oberallgäu

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Schuldenfalle und Demenz brennende Themen vor Ort

Beauftragte für Senioren, Familien und Behinderte sind das Sprachrohr an der Basis – Jahrestreffen im Landratsamt

Oberallgäu.  Immer mehr Menschen geraten in die Schuldenfalle. Auch die Demenz spielt im Landkreis zunehmend eine Rolle. Beide Themen standen im Fokus des Jahrestreffens der Oberallgäuer Beauftragten für Senioren, Familien und Behinderte. Ralph Eichbauer, Leiter der Abteilung „Mensch und Gesellschaft“ im Landratsamt, bezeichnete die ehrenamtlich Tätigen als wichtiges Sprachrohr in den Kommunen vor Ort. Sie würden hautnah mit sozialen Problemen konfrontiert – darunter eben auch mit Menschen, die überschuldet oder an Demenz erkrankt sind. Infos dazu gab es von Schuldnerberater  Wolfgang Frommel und Petra Christiansen-Lammel (Projektmanagerin der Demenzhilfe Allgäu). Von brennenden Themen sprachen Gisela Bock und Renate Specht als Senioren- sowie Familienbeauftragte  des Landkreises. Das Wissen darüber komme den Ehrenamtlichen und ihren Schützlingen bei der Arbeit an der Basis zugute.

Die Ursachen der zunehmenden Verschuldung von Bürgern sind vielfältig. Dazu gehören Krankheit, Arbeitslosigkeit oder Scheidung ebenso wie ungebremstes Konsumverhalten gerade bei jungen Leuten. „Menschen mit Schulden befinden sich in einer extrem schwierigen psychischen Situation“, sagte Frommel. Wenn das Geld für die dringend notwendigen Lebenshaltungskosten nicht mehr ausreiche, sei es höchste Zeit, eine Schuldnerberatung aufzusuchen. Diese ist kostenlos und alle Angaben werden streng vertraulich behandelt.

Die Demenzhilfe Allgäu unterhält zahlreiche Kontaktstellen im Allgäu, darunter auch in Sonthofen und Dietmannsried. Diese unterstützen Demenzbetroffene und ihre Angehörigen in allen Fragen der Alltagsbewältigung. Die Organisation bietet wohnortnah Betreuungs- und Entlastungsangebote an. Dazu gehören ein häuslicher Besuchsdienst, ausgebildete Demenzbegleiter, Begegnungsgruppen sowie Schulungen und Vorträge. „Die Betroffenen und ihre Angehörigen erleben vielfältigste Hürden im Alltag“, sagte Sozialpädagogin Petra Christiansen-Lammel. Häufig würden sie zudem auf Ausgrenzung, Zurückweisung und Unverständnis stoßen. Umso mehr gelte es, das Verständnis für die Krankheit zu fördern und das Thema noch weiter in den Blickpunkt der Gesellschaft zu rücken

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Datum: 30.01.17

Günter Zeller
Sachgebietsleiter