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Bürgermeister-Workshop Seniorenkonzept

Von links: Gisela Bock (Seniorenbeauftragte), Sabine Wenng (AfA), Editha Kuisle (2. Bürgermeisterin Bad Hindelang) und Günter Zeller (Sachgebietsleiter Soziale Leistungen und Hilfen)
 

Seniorenkonzepte und Seniorenarbeit in den Gemeinden

Bürgermeister holen sich Anregungen zur Umsetzung

Oberallgäu. Etwa ein Fünftel der Oberallgäuer Bevölkerung ist heute bereits 65 Jahre oder älter, Tendenz steigend. Mit Blick auf diese demografische Entwicklung, hat der Kreistag Ende 2013 ein Seniorenpolitisches Gesamtkonzept verabschiedet, um auf dieser Grundlage künftige Entwicklungen einzuschätzen und Handlungsfelder für die politische Arbeit zu definieren. Vor kurzem hatte nun das Seniorenamt die Bürgermeister des Landkreises zu einem Workshop hinsichtlich der Umsetzung dieses Gesamtkonzepts geladen. Sabine Wenng von der Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung (AfA) des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration und Leiterin der Koordinationsstelle "Wohnen im Alter" legte dabei ausführlich dar, wie lokale Seniorenkonzepte funktionieren und die Seniorenarbeit in den Gemeinden des Landkreises gelingen können.

Drei Punkte seien unerlässlich, wenn die Vielfältigkeit der Lebenslagen älterer Menschen berücksichtigt werden müssen: eine umfangreiche Wohnberatung, eine Infrastruktur, die die geringer werdende Mobilität im Alter beachtet und nicht zuletzt die Möglichkeiten sozialer Kontakte, die für ein erfülltes Leben im Alter von großer Bedeutung seien. Sabine Wenng führte eine Fülle von Anregungen an, die auf Gemeindeebene verwirklicht werden können. Sinnvoll sei, am Beginn aller Bemühungen einen „Runden Tisch“ zu organisieren, der alle bereits bestehenden Aktivitäten in einer Gemeinde zusammenfasse. Ganz wesentlich seien niedrigschwellige Betreuungsangebote, für deren Verwirklichung es Fördermittel vom Sozialministerium gebe. Ziel der Angebote solle eine unkomplizierte Hilfe für ältere Menschen sein, um ein selbstbestimmtes Älterwerden im gewohnten Lebensumfeld zu sichern. In der Diskussion wurde deutlich, dass es bereits gelungene Beispiele im Landkreis gebe, die jedoch oft zu wenig bekannt seien.

„Ich bin dankbar für die vielen Anregungen, die ich erhalten habe und werde mich in meiner Gemeinde an die Arbeit machen“, war das Resümee von Editha Kuisle, 2. Bürgermeisterin von Bad Hindelang nach dem dreistündigen Workshop. Sachgebietsleiter Günter Zeller und die Seniorenbeauftragte des Landkreises, Gisela Bock, boten den Bürgermeistern ihre Unterstützung bei der weiteren Umsetzung an. Letztlich kämen barrierefreie "öffentliche Räume" und eine wohnortnahe, gut erreichbare Nahversorgungsinfrastruktur nicht nur älteren Menschen zugute, sondern auch Familien mit Kindern und mobilitätseingeschränkten Menschen.

 

Details

Datum: 13.07.16

Günter Zeller
Sachgebietsleiter