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Ehrung Feldgeschworene 2016 (© Landkreis Oberallgäu )

Feierstund zur Auszeichnung für 25 bzw. 40 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit als Feldgeschworene.
v.l.n.r.: Michael Frommknecht, Landrat Anton Klotz, Josef Weinhart, Heribert Bechteler, Franz Fleschhut, Michael Herz, 2. Bgm. Herbert Waibel, 1. Bgm. Roland Helfrich

Feldgeschworene als Mittler zwischen Bürgern und Behörde

Auszeichnung für 25jähriges bzw. 40jähriges Wirken als Feldgeschworene

Mit geheimnisvollen Zeichen markierten einst die Feldgeschworenen die Lage von Grenzsteinen. Damit sollte verhindert werden, dass Grenzstein-Rücker ihr Unwesen trieben. Und noch heute, im digitalen Zeitalter, ist ihr Rat gefragt. Einer von ihnen ist Michael Herz aus Dietzen-Eckarts. Seit mehr als 40 Jahren vertrauen die Behörden dem ortskundigen Immenstädter. In Betzigau vertrauen die Behörden seit 25 Jahren Heribert Bechteler, Franz Fleschhut und Josef Weinhart. Feierlich überreichte Landrat Anton Klotz den ehrenamtlich tätigen Feldgeschworenen jetzt die Ehrenurkunde des Bayerischen Finanzministers Markus Söder.

Zwar seien längst die Vermessungsämter für die Abmarkung von Grundstücken zuständig, sagte der Landrat. Jedoch gebe es nach wie vor zahlreiche Grundstücksgrenzen, für die noch keine zentimetergenauen Maße vorlägen. In diesem Fall könnten die Behörden auf das überlieferte Wissen und die lebenslange Erfahrung der Feldgeschworenen bauen.  Insbesondere die Ortskenntnis mache sie zu einem wichtigen Partner des Vermessungsamtes. „Als Vermittler zwischen den Bürgern und der Behörde verfügen sie über Fingerspitzengefühl und soziale Kompetenz“, würdigte der Landrat das Engagement. Mit seiner tatkräftigen Mitarbeit bei der Sicherung des Grundeigentums sei Herz ein Vorbild an demokratischem und gemeinschaftsorientiertem Bürgersinn.

Zu den Gratulanten zählten auch zweiter Bürgermeister Herbert Waibel aus Immenstadt, der Betzigauer Bürgermeister Roland Helfrich und Michael Frommknecht, Leiter des Vermessungsamtes Immenstadt. Frommknecht bezeichnete die Feldgeschworenen als Mittler zwischen den Bürgern und der Behörde. Zudem hätten die ehrenamtlichen Mitarbeiter das Vertrauen der Gemeindeverwaltungen.  Die Feldgeschworenen seien Experten vor Ort, die über Grenzverläufe genaue Auskunft geben könnten. Nicht zuletzt würden sie mitunter auch verhindern, dass sich Nachbarn wegen der Grundstücksgrenzen in die Haare geraten.

 

Hintergrund

Bayernweit sind etwa 20 000 Feldgeschworene tätig. Heute besteht ihre Aufgabe vor allem darin die Grenzzeichen zu setzen und sich um die Beschaffung und den Abtransport des Vermarkungsmaterials zu kümmern. Sie sind befugt, Grenzzeichen zu sichern oder zu erneuern, wenn sie gefährdet oder beschädigt sind. Durch entsprechende Hinweise an die Grundstückseigentümer tragen die Feldgeschworenen dazu bei, die Abmarkung zu erhalten. Ihre Arbeit erfordert ein klares, sicheres Urteil und ein angemessenes Auftreten, ein bedeutsames Maß an technischem Können und verwaltungsmäßigem Wissen.

 

 

Details

Datum: 02.08.16

Brigitte Klöpf
Sachgebietsleiterin, Stellv. Pressesprecherin