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Team Verkehrskonzept
Mitstreiter für das künftige Verkehrskonzept des Landkreises Oberallgäu (von links): Florian Vogel, Florian Pöhler und Roland Merkle (Organisationsteam im Landratsamt), Landrat Anton Klotz, Diplom-Ingenieur (FH) Reiner Neumann (Firma „Modus Consult“) und Philipp Hechenberger (Firma „Challenge Learn

Brennpunkte entschärfen und flüssige Verkehrswege schaffen

Facharbeitsgruppen zum Verkehrskonzept Oberallgäu - Bürger können Anregungen und Ideen einbringen

Brennpunkte entschärfen und flüssige Verkehrswege schaffen: Dieses  Ziel verfolgt der Landkreis mit der Entwicklung eines nachhaltigen, ganzheitlichen und flächendeckenden Verkehrskonzeptes für das Oberallgäu. Neben dem Straßennetz werden auch Verbesserungen bei Fahrplänen der Bahn und des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) angestrebt. Wertvolle Impulse brachten bereits ein detailliertes Verkehrsfachgutachten sowie zwei Workshops mit Vertretern aus Politik, Verwaltung, Interessensgruppen  und Vereinen. Demnächst soll die konzeptionelle Arbeit in drei Facharbeitsgruppen vertieft und gebündelt werden, so das Fazit einer Informationsveranstaltung in Ofterschwang.

Der Fachgruppe „Straßenverkehr“ steht Sonthofens Tiefbauamtsleiter Klaus Häger vor. Das Thema „Öffentlicher Personennahverkehr“  übernimmt Klaus von Petersdorff, Geschäftsführer beim Regionalverkehr Allgäu (RVA). Die Leitung der Gruppe „Schienenverkehr“ obliegt stellvertretender Landrätin Ulrike Hitzler. Grundsätzlich können sich alle Bürger an der Konzeption des künftigen Verkehrskonzeptes aktiv beteiligen. Wer Anregungen und gute Ideen einbringen will, kann diese direkt per E-Mail an das zuständige Organisationsteam im Landratsamt  (Roland Merkle, Florian Pöhler und Florian Vogel) schicken. Die Adresse: verkehrskonzept@lra-oa.bayern.de

Zunehmende Verkehrsbelastung

Mit der vierspurigen B 19 neu zwischen Waltenhofen und Sonthofen sei eine deutliche Qualitätsverbesserung der Verkehrsinfrastruktur im Oberallgäu erzielt worden, sagte Landrat Anton Klotz vor rund 70 Zuhörern. Jedoch habe sich damit die Verkehrsproblematik nicht gänzlich beheben lassen. Vielmehr sei diese lediglich räumlich verlagert worden. Vor allem in den Ferienzeiten und an Wochenenden werde der Verkehr als belastend wahrgenommen. Die zunehmenden Verkehrsströme stießen immer häufiger an die Grenzen der Verträglichkeit und Akzeptanz. Handlungsbedarf bestehe insbesondere südlich von Sonthofen, aber auch nördlich von Waltenhofen.

B19-Nadelöhr besonderer Brennpunkt

Ein besonderer Brennpunkt sei das B19-Nadelöhr ab Sonthofen über Fischen bis Oberstdorf, machte der zuständige Verkehrsplaner, Diplom-Ingenieur (FH) Reiner Neumann  noch einmal deutlich. Die Verkehrserhebungen der Firma „Modus Consult“ zeigten auf, dass dort an normalen Werktagen innerhalb von 24 Stunden rund 25 000 Fahrzeuge rollen. Zu den Handlungsoptionen zählen für Neumann besser vernetzte Verkehrsträger und eine gezieltere Verkehrsführung, aber auch die Erweiterung des Radwegenetzes. Der Landrat plädierte für den Abbau der rund 15 ungesicherten Bahnübergänge zwischen Sonthofen und Oberstdorf. „Wir brauchen ein Verkehrskonzept mit ganzheitlichem Ansatz“, unterstrich Klotz, „und dazu gehören auch die Schiene und der Öffentliche Personennahverkehr.“

Es gelte, viele unterschiedliche Interessen und Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen, sagte Philipp Hechenberger vom Unternehmen „Challenge Learning“. Dazu gehörten Lebensqualität, Landschaftsschutz, Umweltschutz, Energieeffizienz und Verkehrssicherheit.

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Datum: 24.03.15