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Sonnenenergie für alle - Solaroffensive geht in die nächste Runde

2018 mit Solarkataster, Solar-Botschaftern und tollen Angeboten von Solar-Firmen gestartet, geht die Solaroffensive der Stadt Kempten (Allgäu) und des Landkreises Oberallgäu 2019 in die nächste Runde. Auf den privaten wie gesellschaftlichen Nutzen einer Investition in Sonnenenergie hinweisen, Hilfestellung geben und Aktionen der vielen Handwerksbetriebe bekannt machen – das sind die erklärten Ziele der Solaroffensive.

 

Viele gute Gründe sprechen dafür, in eine Solaranlage auf dem eigenen Dach zu investieren - so viele, dass es fast leichter ist, die wenigen Gründe zu benennen, die dagegen sprechen: Dagegen spricht beispielsweise, wenn ein Dach in den nächsten 5 bis 10 Jahren erneuert werden soll oder wenn es sehr steil und gleichzeitig nach Norden ausgerichtet ist.

Ansonsten gilt:

Nehmen Sie sich die Zeit und klicken Sie sich durch das Solarkataster (www.allgaeu-klimaschutz.de/solarkataster). Dieser kostenlose und einfach zu bedienende Internetdienst ermöglicht es Ihnen online eine eigene Photovoltaik- und/oder Solarthermie-Anlage durchzurechnen. Auch eine Kostenschätzung ist Teil der kostenlosen und unabhängigen Analyse. Ähnliche Angebote gibt es im Unterallgäu, Landkreis Lindau und ab Sommer 2019 auch für die Stadt Kempten.

Falls Sie bereits eine EEG-geförderte Anlage in der sogenannten Volleinspeisung haben, dann können Sie mit dem Solarkataster selbst berechnen, ob sich ein Batteriespeicher lohnt und wenn ja, in welcher Größe.

Sie wohnen zur Miete?

Dann sprechen Sie mit Ihrem Vermieter über die Ertragsprognose aus dem Solarkataster. Vielleicht investiert er ja selbst oder verpachtet Ihnen einen Teil des Daches. Auch am Balkon lässt sich mit sogenannten Mini-PV-Anlagen etwas Strom selbst erzeugen. Der Energieversorger muss allerdings darüber informiert werden.

Das klingt Ihnen alles zu kompliziert?

Dann laden Sie sich einen persönlichen Berater von eza! und der Verbraucherzentrale ein (telefonische Terminvereinbarung unter 0831/ 960286-0). Für 30 Euro – in machen Kommunen auch kostenfrei – macht sich dieser bei Ihnen zu Hause ein Bild von Ihrem Dach sowie Strombedarf und bespricht, was für Sie persönlich Sinn macht.

Eine weitere, unkomplizierte Möglichkeit das Dach für die Stromerzeugung zu nutzen besteht darin, sich eine Anlage zu pachten. Dabei bleiben die monatlichen Kosten überschaubar und Sie reduzieren dennoch Ihre Stromrechnung. Die Verantwortung für die Pachtanlage liegt beim Verpächter. Entsprechende Angebote machen beispielsweise die örtlichen Energieversorger im Allgäu.

Doch warum benötigen wir so viel Sonnenstrom?

In den kommenden Jahrzehnten soll in etwa die vierfache Menge an Solarstrom im Oberallgäu erzeugt werden, die es heute gibt. Das schaffen entweder alle Allgäuer gemeinsam, indem vorhandene Süd-, Ost- und West-ausgerichtete Dachflächen genutzt werden. So profitieren auch viele Bürgerinnen und Bürger direkt von der Eigenstromerzeugung. Alternativ könnten auch weitere Freiflächenanlagen gebaut werden, dabei ist es jedoch deutlich schwieriger, eine Vielzahl von Einzelpersonen zu beteiligen und außerdem konkurrieren Freiflächenanlagen mit landwirtschaftlich genutzten Flächen.

Den Strom aus erneuerbarer Erzeugung benötigen wir, da noch immer ein erheblicher Anteil Kohlestrom ins Allgäu fließt. Dieser muss zukünftig ersetzt werden, um die Kemptener und Oberallgäuer Klimaziele sowie die Klimaziele der Bundesrepublik Deutschland zu erreichen.

Klimaschutz ist schließlich das wichtigste Argument für mehr Solarstrom. Nur wenn es uns gelingt, in den kommenden Jahrzehnten ohne die fossilen Energieträger Kohle, Öl und Erdgas auszukommen, haben zukünftige Generationen eine Chance in einer lebenswerten Welt zu leben. Solarenergie ist ein entscheidender Teil der Lösung.

Kontakt für weitere Infos:

Klimaschutzmanagement des Landkreises Oberallgäu: klimaschutz@lra-oa-bayern.de
Tel.: 08321 612-743 / 08321/612-617    www.allgaeu-klimaschutz.de 

Klimaschutzmanagement der Stadt Kempten: klimaschutz@kempten.de Tel. 0831 2525-8123

Energieberatung von eza! und Verbraucherzentrale: Tel. 0831 96028-60

 

Details

Datum: 13.06.19

Simon Steuer
Klimaschutzbeauftragter