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Mit großer Wahrscheinlichkeit Losung eines Bären im Balderschwanger Tal fotografiert

18. Oktober 2019. Eine Touristin hat am 1. Oktober in Bayern mit großer Wahrscheinlichkeit die Losung eines Bären fotografiert. Das Foto wurde nach eigenen Angaben an einem Waldrand im Balderschwanger Tal aufgenommen und am Abend des 16. Oktober dem Landesamt für Umwelt zur Verfügung gestellt. Inzwischen wurde durch einen zusätzlich hinzugezogenen externen Experten bestätigt, dass es sich bei der fotografierten Losung mit großer Wahrscheinlichkeit um die eines Bären handelt. Möglicherweise handelt es sich um das Tier, das bereits im Juni und zuletzt am 9. Oktober in Tirol nachgewiesen wurde. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber betonte dazu heute in München: "Bayern ist gut vorbereitet. Jetzt greift das abgestimmte Verfahren unserer Experten. Unser Netzwerk Große Beutegreifer ist informiert und sammelt alle Erkenntnisse vor Ort. Unsere Experten stehen in engem und stetigem Austausch mit den Behörden in Österreich und Italien. Mit unserem Managementplan sind wir für diese Situation gut gerüstet. Dabei steht die Sicherheit immer im Mittelpunkt. Wir werden die Bevölkerung über die weiteren Erkenntnisse auf dem Laufenden halten." Das Tier verhält sich sehr scheu und unauffällig. Es gibt im Moment kein Anzeichen dafür, dass sich das Tier aktuell in Bayern aufhält.

Experten des für das Wildtiermanagement zuständigen Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) haben vor Ort mit der Arbeit begonnen. Hierzu zählt insbesondere die direkte Kontaktaufnahme mit den Verantwortlichen vor Ort, den Sicherheitsbehörden und Tierhaltern in der Region sowie die Sicherung von Spuren. Die Experten stehen auch für Fragen zum Thema zur Verfügung.

Auch wenn es im Moment keine Anzeichen dafür gibt, dass sich das Tier aktuell in Bayern aufhält, werden die Bevölkerung und Wanderer in der Region dennoch um besondere Aufmerksamkeit gebeten. Dazu zählen auch wichtige Verhaltensregeln, die im Internet zusammengestellt sind: Beispielsweise sollten keine Abfälle wie Essensreste in der freien Landschaft zurücklassen werden. Bei direkter Begegnung mit dem Bären sollte Abstand gehalten werden. Hinweise aus der Bevölkerung nehmen jede Polizeidienststelle sowie das Landesamt für Umwelt unter der Telefonnummer 09281/1800-4640 entgegen.

Weitere Informationen im Internet unter www.stmuv.bayern.de  dort sind weiterführende Links beispielsweise zu FAQs zum Thema Bär sowie zum Managementplan Bär aus dem Jahr 2007 verfügbar (Managementplan "Braunbären in Bayern" der Stufe I für den Umgang mit zu- und durchwandernden Einzeltieren).

Bär im Tiroler Bezirk Reutte

Zum dritten Mal in diesem Jahr gibt es eine Meldung über einen Bär im Tiroler Bezirk Reutte. Im Oktober 2019 wurde im geografischen Bereich des Plansees  ein Braunbär auf seinem Streifzug durch die Wälder von einer Fotofalle festgehalten worden.

Bereits im  Juni 2019 war im Bezirk Reutte ein Bär mittels Wildkamera nachgewiesen bzw. beobachtet worden. Das Tier zeigte keine Neigung, an und in Siedlungen nach Nahrung zu suchen, sondern verhält sich sehr vorsichtig und unauffällig.  Später war man im Bereich des Rotlechstausees auf den Kadaver eines Rotwilds gestossen. Bei den nachfolgenden Untersuchungen wurde herausgefunden, dass hier wohl ein Bär zugeschlagen hatte.

Ob es sich bei dem Tier um dasselbe Tier handelt, das bereits Ende Mai 2019 im Paznauntal Spuren im Schnee hinterlassen hatte sowie Anfang Juni im Pitztal an gerissenen Schafen nachgewiesen wurde, ist aus dem Untersuchungsergebnis nicht abzulesen. Genetische Untersuchungen von Haarfunden waren durch die Tiroler Behörden beauftragt worden, um in Abstimmung mit Italien die mögliche Herkunft des Tieres zu klären. Wahrscheinlich stammt es aus dem Bärenvorkommen im Trentino.

Wichtige Verhaltensweisen im Umgang mit dem Bären sind: 

  •   Haben Sie Respekt vor dem Tier und lassen es in Ruhe.
  •   Halten Sie bei direkter Begegnung Abstand und ziehen sich langsam zurück.
  •   Lassen Sie keine Abfälle wie Essensreste in der freien Landschaft zurück.


Weitere Informationen des LfU Bayern

 

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Datum: 18.10.19