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Landratsamt Oberallgäu

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Bildungsbüro Oberallgäu

Bildungsbüro Oberallgäu

In einem Flächenlandkreis wie dem Oberallgäu ist es eine besondere Herausforderung, wohnortnahe und bedarfsgerechte Bildungsangebote bereitzustellen. Damit dies dennoch gelingt, ist eine gute Koordinierung und eine datenbasierte Analyse der Bedarfe der Menschen wichtig. Dadurch können gezielt die passenden Bildungsangebote an den passenden Orten bereitzustellen. Genau hier ist das Bildungsbüro aktiv (Flyer):

 Bildungsmanagement:

  • Vernetzung aller Bildungsakteure z.B. durch Bildungskonferenz, Fachforen
  • Umsetzung der Maßnahmen der Bildungsregion
  • Transparenz der vorhandenen Bildungsangebote im Landkreis über ein Bildungsportal
  • Entwicklung von neuen Projekten auf der Grundlage einer Bildungsberichterstattung
  • Optimierung bisheriger Projekte im Bereich Bildung
  • Akquise von Drittmitteln

 Bildungsmonitoring:

  • Datenbasierte Analyse der Bildungssituation im Landkreis: sichtbar machen von Stärken, Schwächen und Entwicklungen
  • Veröffentlichung von  Faktenchecks zu aktuellen Bildungsthemen
  • Durchführung eigener Befragungen zu speziellen Fragestellungen
  • Präsentation der Ergebnisse für die Fachöffentlichkeit
  • Optimierung bisheriger Projekte im Bereich Bildung

 Integration durch Bildung:

  • Entwicklung einer nachhaltigen Strategie für gelingende Integration
  • Herstellung von Transparenz über Bildungsangebote und -akteure für Neuzugewanderte
  • Zentrale Koordinierung der Sprachbildung für Neuzugwanderte
  • Bedarfsgerechte Konzeption von neuen Projekten im Bereich Integration durch Bildung

Dies und das....

Welche Schule ist die Richtige für mein Kind?

Elternbroschüre zum Übertritt nach der 4. Klasse

Im Zuge der Bildungsregion Oberallgäu veröffentlich der Landkreis für Eltern aller Oberallgäuer 4. Klässler eine Elternbroschüre zum Übertritt in eine weiterführende Schule. Zeitgleich mit den Zwischeninformationen über die Leistungen in allen Fächern, den die Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen am 24. Januar 2020 erhalten, wird die Broschüre zum Übertritt nach der 4. Klasse ausgeteilt.
Diese enthält kompakte Information über die weiterführenden Schulen im Oberallgäu und der Stadt Kempten.

Neben Kurzinformationen zu den jeweiligen Schularten wird jede Schule in einem Steckbrief vorgestellt. Hier zeigen die Schulen neben ihren verschiedenen Zweigen und Fremdsprachenangeboten auch Betreuungsmöglichkeiten sowie weitere Besonderheiten und Schulprofile.
Die noch in diesem Schuljahr anstehenden Termine zum Übertritt wie Schulanmeldung, Tag der offenen Tür oder Informationsabende werden ebenfalls aufgelistet.                           
Des Weiteren sind die Kontaktadressen der Schulen sowie im Schlussteil Ansprechpersonen zur weiteren Beratung angegeben.                                                                                                       
Reale Erfolgsgeschichten verschiedener Schularten runden die Broschüre ab. Sie zeigen, wie verschieden die Wege in einen Beruf sein können und dass jeder angestrebte Abschluss wiederum neue Anschlüsse ermöglicht.

Wir wünschen allen 4. Klässlern und ihren Eltern eine gute Entscheidung für die individuell passende weiterführende Schule.

Schulversuch "Handynutzung" auch an Oberallgäuer Schulen

November 2019. Derzeit finden an 135 Projektschulen in ganz Bayern Schulversuche zum Thema "Handynutzung in der Schule" statt. Mit der Grund- und Mittelschule Oy-Mittelberg und dem Gymnasium Immenstadt haben sich zwei Oberallgäuer Schulen auf den Weg gemacht, gemeinsam mit der ganzen Schulfamilie sinnvolle und praxistaugliche Regelungen zur Nutzung von Mobiltelefonen zu erarbeiten und zu testen.

Wie die Schulen dabei vorgegangen sind und was die Schüler dazu sagen können Sie hier in einem Beitrag des Bayerischen Rundfunks hören.

Forschen. Lernen. Ausprobieren.

Bildungsbüro des Landkreises übernimmt Koordination der Fortbildungsangebote vom „Haus der kleinen Forscher“

November 2017. Beim praktischen Forschen und Entdecken erfahren pädagogische Fachkräfte aus Kindertageseinrichtungen, wie sie den Forschergeist der Kinder spielerisch fördern und begleiten können. So wird ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Verankerung mathematischer, informatischer, naturwissenschaftlicher und technischer Bildung in Kindertageseinrichtungen im Oberallgäu geleistet.

Das Bildungsbüro übernimmt die Koordination der Fortbildungsnagebote vom „Haus der kleinen Forscher“ von der Freiwilligenagentur und möchte diese weiter ausbauen. Start war am 30.11.17 mit einem ersten Workshop zum Thema „Forschen zu Klänge und Geräuschen“. Kann man Geräusche unter Wasser hören? Wie kann man Geräusche leiser oder lauter machen? Kann man akustische Schwingungen fühlen? Für die zehn pädagogischen Fachkräfte ging es darum, wie man derartige Fragen kindgerecht erforschen kann. Auch Landrat Anton Klotz schaute vorbei und machte sich persönlich ein Bild davon, mit welchen einfachen Alltagsgegenständen Geräuschen auf den Grund gegangen werden kann. „Für uns als Bildungsregion ist die frühkindliche Förderung ein wichtiges Anliegen“ so Landrat Klotz. „Gerade in einer so schnelllebigen Zeit, wird es immer wichtiger, dass Kinder lernen sich Dinge selbst zu erschließen.“

Im Kindergartenjahr 2017/2018 wurden insgesamt vier Fortbildungen zu unterschiedlichen Themen angeboten. Darüber hinaus bestand für Kindertageseinrichtungen die Möglichkeit einer Teamfortbildung.

Der Landkreis Oberallgäu bezuschusst die Fortbildungen, so dass die Teilnahmegebühr nur 20 Euro beträgt. Außerdem erhalten die Teilnehmenden für ihre Einrichtung zu jedem Thema kostenfreie pädagogische Materialien wie Themenbroschüren und Karten-Sets. So steht dem Forschen mit den Kindern vor Ort in den Einrichtungen nichts mehr im Wege.

Bei Interesse melden Sie sich bitte bei den Netzwerkkoordinatorinnen im Bildungsbüro: Per E-Mail bildungsbuero [AT] lra-oa.bayern.de oder telefonisch unter 08321 612-143

Effektive Netzwerkarbeit in der neuen Jugendberufsagentur Oberallgäu

Februar 2017. Jugendliche im Oberallgäu sollen künftig leichter in das Berufsleben gelangen  können: Jüngst erfolgte der Startschuss für die neue Jugendberufs-agentur  (JBA) Oberallgäu. Innerhalb dieser arbeitet der Landkreis mit dem Jobcenter, dem Kreisjugendamt, der Agentur für Arbeit, dem staatlichen Schulamt und den Berufsschulen eng zusammen. Junge Menschen werden so aus einer Hand gefördert und ihre berufliche und soziale Integration verbessert.  Zielgruppe sind Jugendliche und junge Erwachsene aller Schularten bis 25 Jahre, für die absehbar ist, dass sie nach Erfüllung der allgemeinen Schulpflicht keine anschließende schulische bzw. berufliche Bildung oder Arbeit finden werden.

„Der Übergang zwischen Schule und Berufsleben ist eine besonders bedeutende Phase in der Bildungsbiographie eines jungen Menschen“, sagte Landrat Klotz bei der Auftaktveranstaltung in der Grund- und Mittelschule Durach. Die Jugendberufsagentur sei ganz im Sinn der Bildungsregion Oberallgäu. Dies nach der Devise:  „Kein Talent darf verloren gehen.“

Dr. Gloria Jahn und Andrea Merkle vom Bildungsbüro des Landkreises umrissen das Konzept des neuen Zusammenschlusses. So werden sich die beteiligten Institutionen künftig regelmäßig an einen Tisch setzen, um die Einzelfälle betroffener Jugendlicher konkret abzuwägen und gemeinsam nach effektiven Lösungen zu suchen. Ralph Eichbauer, Leiter der Abteilung „Mensch und Gesellschaft“  im Landratsamt, würdigte die effektive Netzwerkarbeit mit vielversprechenden Lösungsansätzen. Maria Amtmann, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen sprach von einem „hervorragenden Ausbildungsmarkt“ in der Region. Dennoch sei es wichtig, dass auch Jugendliche mit persönlichen Schwierigkeiten nicht verloren gingen. Hier sei man mit der Jugendberufsagentur auf dem richtigen Weg.

Fachtage / Veranstaltungen

"Ich weiß, was du morgen getan hast" - das Internet vergisst nichts

Digital Day: Experte Holger Weber warnt vor vielfältigen Gefahren im Netz

November 2019.  Welche Gefahren lauern im Internet? Antworten darauf bekamen 200 Schüler, Auszubildende, Lehrkräfte und Eltern beim „Digital Day 2019“ in  der Grund- und Mittelschule Durach. Dort riet Internet-Experte Holger Weber (Aschaffenburg) zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Smartphone und Computer. Ein Tipp lautete, persönliche Informationen und Fotos in sozialen Netzwerken nur spärlich preiszugeben. Diese könnten leicht in falsche Hände geraten und zum Schaden der Urheber verwendet werden.  „Bleibt kritisch und ändert gegebenenfalls euer Nutzungsverhalten“, riet der Referent zu intelligenter „Webhygiene“. Veranstaltet hatte den „Digital Day“ das Bildungsbüro des Landkreises Oberallgäu in Verbindung mit diversen Kooperationspartnern.

„Das Internet vergisst nichts“, sagte Weber und erläuterte unter anderem, dass mancher Arbeitgeber digitale Spuren von Bewerbern online recherchiert. Fänden sich unpassende Fotos oder missliebige Informationen über den Aspiranten, „erhält manch einer trotz geeigneter Qualifikation eine Absage.“ Leichtfertiges Surfverhalten könne sich also negativ auswirken. Berufliche und private Daten würden kommerziell und staatlich ausgewertet und weiter verwendet. Auch längst gelöschte und vermeintlich nicht mehr sichtbare Web-Seiten seien jederzeit wieder abrufbar. „Das ist ja beängstigend“, meinte ein Schüler.

Zu Vorsicht riet der Internet-Experte ebenfalls mit  „Google“, Facebook, Amazon & CO. Diese sammeln Daten, analysieren das Kaufverhalten und informieren gewerbliche Anbieter. Kameras könnten Menschen inzwischen sogar nur anhand ihrer Bewegung identifizieren. Details auf eingestellten Fotos seien aufgrund der verwendeten Bilddateien immer besser erkennbar. „Setzt also auf euren gesunden Menschenverstand, verwendet sichere Passwörter und benutzt in sozialen Netzwerken möglichst Pseudonyme“, lauteten einige Ratschläge des Internet-Experten.  Weitere nützliche Tipps gegen Daten-, Identitäts- und Bilddateiendiebstahl unter www.webhygiene.de 

Resümee zur ersten Kursreihe "Aktiv im Alter"

März 2019. Endlich im Ruhestand – endlich Zeit für Dinge, die während des langen Arbeitslebens zu kurz gekommen sind. Den Keller ausmisten, sich um den Garten kümmern, den heimatlichen Verein unterstützen, für die Enkel da sein. Die in vielen Berufsjahren erworbene Lebens- und Berufserfahrung ist ein wertvoller Schatz für eine ehrenamtliche Tätigkeit, die viele Menschen gerne an der richtigen Stelle weitergeben möchten.

Als Orientierungshilfe hatte jetzt der Kurs "Aktiv im Alter" eine gelungene Premiere. Vom Bildungsbüro des Landkreises Oberallgäu und von der Oberallgäuer Volkshochschule entwickelt, beschäftigten sich die Teilnehmer/innen an drei Tagen mit dem Thema "ehrenamtliches Engagement".

Gisela Bock, die Seniorenbeauftragte des Landkreises, gab einen Überblick über ehrenamtliche Betätigungsfelder. Sie stellte auch das Oberallgäuer Seniorenkonzept und die darin enthaltenen Ziele und Aufgaben vor. Außerdem fand ein Workshops zum Thema "Die Rente - ein neuer, spannender Lebensabschnitt“ statt. Schließlich beschäftigten sich die Teilnehmer in einer weiteren Einheit mit verschiedenen Einsatzmöglichkeiten im Bereich des Ehrenamts. So stellte u.a. die Freiwilligenagentur Oberallgäu ihre verschiedenen Betätigungsfelder vor und nannte konkrete Bedarfe an ehrenamtlicher Unterstützung.

Aufgrund der positiven Rückmeldungen der Teilnehmer/innen soll die Kursreihe "Aktiv im Alter" im Herbst kommenden Jahres an der Oberallgäuer Volkshochschule in Sonthofen erneut stattfinden. Das Ziel: Menschen im oder am Übergang in den Ruhestand eine Orientierung für ehrenamtliche Tätigkeiten bieten und sie so für ein soziales Engagement in der Gesellschaft zu gewinnen.     

Erworbene Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten im Ruhestand weitergeben, sich einbringen, Gemeinschaft und Wertschätzung erfahren – das Ehrenamt ist eine erfüllende Aufgabe!  

Die Lust auf digitales Lehren wecken

Fachtag „Digitale Bildung“: 150 Lehrkräfte informieren sich in Sonthofen

April 2018. Eine zunehmend digitalisierte Berufswelt setzt digitale Bildung voraus. Für Lehrkräfte bedeutet dies, sich selbst mit neuen Medien vertraut zu machen und im Unterricht neue Wege zu beschreiten. Doch wie weit darf der Einsatz von Smartphone, Tablet & Co in der Schule gehen? Wie bringt man den Kindern einen vernünftigen Umgang mit den elektronischen Medien bei? Und welche Möglichkeiten gibt es, dem Nachwuchs den Lernstoff auf kreative Art zu vermitteln? Damit beschäftigten sich rund 150 Pädagogen in der Fachtag „Digitale Bildung“ des Landkreises Oberallgäu, der Konferenz der Schulaufsicht und der Arbeitsgemeinschaft Alpenländer (ArgeAlp) im Gymnasium in Sonthofen.

Ziele

Ziel des Fachtages war, bei den Pädagogen die Lust auf digitales Lehren zu wecken und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten für den Unterricht aufzuzeigen, so Ralph Eichbauer, Leiter der Abteilung Mensch und Gesellschaft im Landratsamt. Medienkompetenz werde in der Bildungsregion Oberallgäu ein immer wichtigeres Bildungsziel. Die Digitalisierung verändere die moderne Lebenswelt rasant: „65 Prozent der Kinder, die heute die Grundschule besuchen, werden später in Berufen landen, die wir heute noch nicht kennen.“ Dieser gesellschaftliche Wandel sei auch für die Schulen eine Herausforderung.

Ministerialdirigent Walter Gremm (Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus) stellte den Tagungsteilnehmern den „Masterplan Bayern Digital II“ des Freistaates vor. Es gehe darum, digitale Medien im Unterricht zu bedienen und die dazu gehörigen Reflexionsprozesse bei den Schülern anzustoßen. Eine große Aufgabe sei dabei auch, den Schülern eine Technik-Affinität zu vermitteln, welche sie nicht fehlgesteuert ins Internet laufen lässt, ergänzte in seinem Impulsvortrag Studiendirektor Günther Lehner (Dillingen).

Praxisnahe Workshops

Dr. Gloria Petraschka und Andrea Schmid vom Bildungsbüro des Landkreises hatten elf Workshops für die Lehrkräfte vorbereitet. Diese boten wertvolle praktische Anregungen für den Unterricht und die Möglichkeit, den Einsatz digitaler Medien auszutesten.  Dabei wurde  unter anderem mit iPads und „Virtual Reality“-Brillen gearbeitet. Zudem probierten die Kursteilnehmer kindgerechte Roboter aus.        

Fachforum Inklusion

Die Idee, ein "Fachforum Inklusion" ins Leben zu rufen entstand im Rahmen der Initiative Bildungsregion Oberallgäu. Ziel ist es, einen regelmäßigen moderierten Austausch zu etablieren und so Synergieeffekte zu nutzen. Für die Zukunft soll nun das jährlich stattfindende Fachforum vom Bildungsbüro des Landratsamtes Oberallgäu organisiert werden. Die inhaltlichen Themen werden gemeinsam mit einer fachlichen Steuerungsgruppe vorbereitet

Infobroschüre Inklusion

Bildung spielt eine zentrale Rolle im Leben eines jeden Menschen, da sie den Weg in eine erfolgreiche Zukunft ebnet und gleichzeitig ein lebenslanger Prozess ist. Für den Landkreis ist die Inklusion von Menschen mit körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung dabei eine der vordringlichsten Aufgaben. Um dies zu erreichen, hat sich der Landkreis mit der 2. Oberallgäuer Bildungskonferenz zum Thema „Wege zu einem bildungsinklusiven Landkreis“ auf den Weg gemacht.

Ein erstes Ergebnis ist die vom Bildungsbüro erstellte Infobroschüre Inklusion. Sie bietet einen Überblick über eine Vielzahl von Angeboten und Möglichkeiten für Menschen mit Handicap in verschiedenen Lebensphasen. Nach einem Kapitel mit themenbezogenen Daten und Fakten wird das vielfältige Angebot zahlreicher Organisationen und Einrichtungen, die sich mit Inklusion beschäftigen, übersichtlich und mit den jeweiligen Kontaktdaten zusammengefasst. Dabei sind die Beratungs- und Hilfsangebote gezielt auf die Lebensphasen Kleinkind, Schüler und (junge) Erwachsene ausgerichtet.

Die Infobroschüre ist in gedruckter Form kostenlos bei allen Gemeindeverwaltungen im Oberallgäu und im Landratsamt (Bürgerservice) in Sonthofen erhältlich.

Änderungswünsche und Ergänzungen jederzeit gerne an bildungsbuero [AT] lra-oa.bayern.de 

Brücken bauen / Eine Frage der Haltung

„Die Eltern ins Boot holen“ – das war das Thema des 6. Fachforums Inklusion des Landkreises Oberallgäu in der Albert-Schweitzer-Schule in Sonthofen. Was tun, wenn Eltern einfach nicht greifbar sind? Welche guten Gründe haben Eltern, nicht ins Boot zu steigen? Welche Unterstützung brauchen Eltern? Mit diesen Fragen beschäftigten sich 80 Lehrkräfte, Sozialpädagogen, Psychologen und Fachkräfte von Beratungsstellen. Sie alle arbeiten mit Kindern, Jugendlichen und Familien mit erhöhtem emotional-sozialen Förderbedarf. „Wir freuen uns, dass mittlerweile über 30 unterschiedliche Einrichtungen vertreten sind und wir seit Jahren vielfältige Anregungen von fachlicher Seite erhalten“, so die Organisatorinnen aus dem Bildungsbüro.

Die Bildungsregion Oberallgäu lebt von einer guten Vernetzung. Ralph Eichbauer, Leiter der Abteilung „Mensch und Gesellschaft“ im Landratsamt, lobte das Fachforum als Paradebeispiel für gelungene Zusammenarbeit. Ziel sei es, die „gesellschaftliche Teilhabe der Menschen zu verbessern, die nicht die besten Startmöglichkeiten besitzen“. „Es ist wichtig, dass sich das System mit den Bedürfnissen der Menschen auseinandersetzt und sich anpasst“.
Das „System“ sind in diesem Fall die Einrichtungen, die von Kitas über Schulen, die Jugendhilfe, Beratungsstellen, Kinderschutzbund und Berufsbildungswerken reichen. Moderator Christian Frey visualisierte die Fragestellung des Tages mit Hilfe einer Bildergeschichte: „Wie können Eltern gestärkt und ins Boot geholt werden?“

Im Praxisteil wurden „Best Practice“-Beispiele aus verschiedenen beruflichen Kontexten vorgestellt und diskutiert. Beispielsweise die positive Auswirkung einer gemeinsamen Unterstützergruppe aus Eltern und Mitarbeitern der Schule oder die besondere Herangehensweise bei der Zusammenarbeit mit Vätern. Die Teilnehmenden entwickelten in Kleingruppen weitere Ideen, wie zwischen Einrichtung und Eltern eine Kooperation auf Augenhöhe besser gelingen könnte. Insgesamt zeigte sich, dass es sich vor allem um eine Frage der Haltung handelt.

Die Ideen der Veranstaltung werden nun von der fachlichen Steuerungsgruppe bewertet und nach Möglichkeit in die Praxis umgesetzt. Mittlerweile liefert das jährliche Fachforum regelmäßig Ergebnisse für die praktische Bearbeitung des Themas Inklusion im Rahmen der Bildungsregion Oberallgäu. „Wenn wir eine gemeinsame Haltung im Netzwerk innerhalb der Bildungsregion haben, dann ist schon viel gewonnen“, schloss Christian Frey die Veranstaltung.

Wenn Eltern die Autorität verlieren

Kinder mit auffälligem Verhalten Thema beim Fachforum Inklusion

Oberallgäu. Wenn Eltern in der Familie die Autorität verlieren, nehmen die Kinder das Heft in die Hand. Dies kann sich durch renitentes Benehmen, offene Gewalt oder körperliche Symptomatik äußern. Das herausfordernde Verhalten dieser Kinder fällt ebenso in Schule oder Kindergarten auf. Wie können Erwachsene mit „schwierigen“ Kindern und Jugendlichen besser umgehen? Mit diesem Thema beschäftigten sich 80 Lehrkräfte, Sozialpädagogen, Psychologen und Fachkräfte von Beratungsstellen beim fünften Fachforum Inklusion des Landkreises Oberallgäu in der Albert-Schweizer-Schule in Sonthofen.

Einen Wegweiser zur „Autorität ohne Gewalt“ gaben Familientherapeutin Angelika Ritter (Jugendhilfeeinrichtung Herzogsägmühle) und Christian Frey, Konrektor der Albert-Schweizer-Schule. Kindern mit herausforderndem Verhalten fehlen demnach wichtige Entwicklungsbausteine. Belastende Faktoren können die Trennung der Eltern, Bindungsstörungen und mangelnde Wertschätzung, aber auch Alkohol- oder Drogensucht von Vater oder Mutter sein. Haltlose Kinder seien mit schulischem und gesellschaftlichem Leistungsdruck rasch überfordert: Sie flüchten in auffälliges Verhalten oder spielen den Klassenclown.

Angelika Ritter stellte die erfolgreiche Präsenzpädagogik nach Prof. Dr. Haim Omer vor. Idealerweise ziehen dabei Lehrkräfte, Sozialpädagogen und Psychologen mit den Eltern an einem Strang. Gemeinsam wird dann schrittweise versucht, die Autorität ohne Anwendung von Gewalt wiederherzustellen. Gleichzeitig werden gewohnheitsmäßige Eskalationen entschärft. Diese Pädagogik verhindert auch, dass die betreffenden Kinder ihr Gesicht in der Gruppe verlieren. „Wichtig ist in jedem Fall, auf herausforderndes Verhalten adäquat zu reagieren und Reiz-Reaktionsmuster zu vermeiden“, mahnte die Familientherapeutin.

In Workshops vertieften die Forumsteilnehmer den Teilbereich „Unterstützung/Netzwerk“ aus dem pädagogischen Ansatz von Omer. „Wir freuen uns über den fruchtbaren Austausch und die Anregungen von fachlicher Seite“, resümierten die Organisatorinnen, Dr. Gloria Petraschka und Andrea Schmid vom Bildungsbüro im Landratsamt. Die Ergebnisse der Veranstaltung werden nun von der fachlichen Steuerungsgruppe bewertet und nach Möglichkeit in praktische Umsetzungen integriert. Ralph Eichbauer, Leiter der Abteilung „Mensch und Gesellschaft“ im Landratsamt stellte den hohen Stellenwert der Veranstaltung heraus: „Das jährliche Fachforum liefert vielfältige Ergebnisse für die praktische Bearbeitung des Themas Inklusion im Rahmen der Bildungsregion Oberallgäu.“

Stolpersteine aus dem Weg räumen

Kinder mit Migrationshintergrund im Mittelpunkt des Fachforums Inklusion

Familien mit ausländischen Wurzeln haben es in Deutschland oft nicht leicht. Sprachliche Hürden, traumatische Erlebnisse oder die fremde Kultur erschweren die Integration. Doch wie können Stolpersteine insbesondere für die betreffenden Kinder aus dem Weg geräumt werden? Mit diesem Themenbereich beschäftigte sich das vierte „Fachforum Inklusion“ des Oberallgäuer Bildungsbüros im März 2017. in der Albert-Schweitzer-Schule in Sonthofen . Das Thema Inklusion sei heuer ein Schwerpunktthema in der Bildungsregion Oberallgäu, betonte Ralph Eichbauer, Leiter der Abteilung „Mensch und Gesellschaft“ des Landratsamtes. 

Christian Frey, Konrektor der Albert-Schweitzer-Schule, verdeutlichte die Ausgangslage von Kindern mit Migrationshintergrund. KITA-Leiterin Susanne Beckers und Schulamtsdirektor Thomas Novy schilderten die Hindernisse im Alltag dieser Kinder und plädierten für eine professionelle Frühpädagogik und Ganztagsbetreuung. „Der weitaus größere, von der Problematik betroffene Anteil sind Menschen aus EU-Ländern, nicht Flüchtlinge“, stellte Beckers klar.

In Gruppen-Workshops bündelten die Forumsteilnehmer, darunter zahlreiche Pädagogen und Vertreter von Beratungsstellen, vorhandene Ressourcen sowie Vorschläge und Ideen für die weitere Marschrichtung. „Wir freuen uns über den fruchtbaren Austausch und die Anregungen von fachlicher Seite“, resümierten die Organisatorinnen, Dr. Gloria Jahn und Andrea Merkle vom Bildungsbüro im Landratsamt. Die Ergebnisse würden nun von der fachlichen Steuerungsgruppe reflektiert und nach Möglichkeit auch in praktische Umsetzungen integriert.      

Bildungskonferenzen

Weiterentwicklung zur "digitalen Bildungsregion"

Bewerbungskonzept eingereicht

Die Verleihung des Qualitätssiegels "Bildungsregion" bleibt für den Landkreis ein stetiger Anreiz, die Bildungslandschaft vor Ort immer weiter voran zu bringen. Denn die lebenslange und ganzheitliche Bildung hat hier einen hohen Stellenwert. Das Oberallgäu verfügt bereits über eine reichhaltige und differenzierte Bildungslandschaft. „Unser Ziel ist es, uns immer wieder auf ein Neues als attraktiven Bildungsstandort weiterzuentwickeln, damit aktuelle Entwicklungen nicht an uns vorbeigehen“, so Landrat Klotz. Ein wesentlicher Baustein in der sich stetig wandelnden Welt ist zweifelsohne die schnell voranschreitende Digitalisierung.

Mit dem Bewerbungskonzept zur digitalen Bildungsregion zeigt der Landkreis insbesondere einen aktuellen Überblick über die vorhandenen Angebote auf und macht bereits bestehende Netzwerke sichtbar. Darüber hinaus werden auch die vielfältigen Anstrengungen im Bereich Digitalisierung in den einzelnen Institutionen und Einrichtungen dargestellt. Die neuen Medien ermöglichen eine kontinuierliche Weiterentwicklung und vielfältige Nutzungspotentiale im Bereich der lebenslangen Bildung.

Ziel ist es, die Bildungslandschaft im Oberallgäu so zu gestalten, dass sich alle Menschen gut in einer digitalisierten Welt zurechtfinden. Darüber hinaus sollen sie auch an der Entwicklung des digitalen Zeitalters bestmöglich teilhaben. Um dieses Ziel zu erreichen, wird der Landkreis in den nächsten Jahren auch weiterhin große Anstrengungen aufbringen.

4. Bildungskonferenz "Grundschule - und was dann?"

Immenstadt/Oberallgäu. Grundschule – und was dann? Mit diesem Thema beschäftigten sich rund 70 Lehrkräfte und Referenten auf der 4. Oberallgäuer Bildungskonferenz des Landkreises im Gymnasium Immenstadt. Die „Lenkungsgruppe Bildung“ des Landkreises habe heuer das Thema „Grundschule – und was dann?“ in den Fokus gerückt, so die Organisatorinnen Andrea Schmid und Susanne Grimm vom Bildungsbüro Oberallgäu.

Der Übertritt von der Grundschule in eine weiterführende Schule biete Chancen, sei aber auch mit Herausforderungen für Kinder, Eltern und Pädagogen verknüpft, sagte Dr. Susanne Gerleigner. In ihrem Impulsvortrag sprach die Expertin des Deutschen Jugendinstitutes München von einer „Bildungsexpansion mit Fahrstuhleffekt“. Denn nach wie vor bestehe ein deutlicher Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildung: Bei gleichwertiger Begabungsempfehlung wechseln deutlich mehr Kinder aus Akademikerfamilien aufs Gymnasium.

Dabei, so die Referentin, spiele bei den Eltern oft auch der Statuserhalt eine deutliche Rolle. Finanzschwache Mütter und Väter hingegen scheuen die Anmeldung aufs Gymnasium nicht zuletzt aus Kostengründen, zumal die Leistungsanforderungen oft nur mit privater Nachhilfe geschultert werden können. Auch die begleitenden Kosten für ein mögliches späteres Studium werden bereits in Erwägung gezogen. „Andererseits tun wir den Kindern aber auch keinen Gefallen, wenn wir sie trotz nicht passender schulischer Leistungen auf eine höhere Schule anmelden“, so Dr. Gerleigner. Denn Kinder, die ständig Misserfolge hätten, würden sich in der Schule nicht wohlfühlen.

„Gelingen kann der Übergang an eine weiterführende Schule nur, wenn alle Beteiligten Hand in Hand arbeiten und das Kind individuell unterstützen“, betonte Ralph Eichbauer, Leiter der Abteilung „Mensch und Gesellschaft“ im Landratsamt. Das Motto „Kein Talent darf verloren gehen“ habe in der Bildungsregion Oberallgäu nach wie vor einen hohen Stellenwert. Michael Renner, Schulleiter des Gymnasiums Immenstadt, sowie dritter Bürgermeister der Stadt Immenstadt, Eberhard Fetzer verwiesen darauf, die Priorität und den Fokus auf die Talente und Belange der Kinder zu legen.

Neben einem Impulsvortrag beschäftigten sich die Lehrkräfte in acht Workshops mit Themen wie „Die Eltern ins Boot holen – leichter gesagt als getan“, „Kein Abschluss ohne Anschluss“ oder „Schulsozialarbeit an der Grundschule – Übergang ohne Untergang“ praxisnah mit den Inhalten. Die diesjährige Thematik bildete somit den Anschluss an das Thema der letztjährigen Oberallgäuer Bildungskonferenz, die den Übergang vom Kindergarten in die Grundschule in den Blick nahm.

3. Bildungskonferenz "Der große Schritt von der Kita in die Schule"

Wie gelingen Bildungsübergänge in der Kindheit? Speziell mit dem Übergang von der Kita in die Grundschule beschäftigten sich die 110 Teilnehmer und 18 Referenten bei der 3. Bildungskonferenz des Landkreises Oberallgäu in der Grundschule Hegge. „Wenn aus einem Kindergartenkind ein Schulkind wird, ist dieser Übergang besonders prägend“, sagte Dr. Margarita Stolarova (Deutsches Jugendinstitut München). Von den Eltern über die Großeltern, Erzieher und Lehrkräfte bis hin zum Kinderarzt erfordere der wichtige Schritt eine starke Kooperation aller Beteiligten.

„Bindung ist Voraussetzung für Bildung“, unterstrich die Expertin. Daher erachtet sie familiäre Netzwerke für besonders wichtig. Sind diese löcherig, müssten Institutionen wie das Jugendamt eingewoben werden. Bildung sei ein Prozess der aktiven Auseinandersetzung des Kindes mit seiner sozialen, kulturellen und natürlichen Umwelt. Dieser werde durch eine anregungsreiche Umgebung und in der Auseinandersetzung mit anderen Menschen ermöglicht.

„Es ist wichtig, die Bildungsbiographie eines Menschen von der Kindheit bis ins hohe Alter ohne Brüche zu ermöglichen“, betonte Landrat Anton Klotz. Gerade Übergänge wie von der Kita in die Grundschule würden immer wieder viele Herausforderungen mit sich bringen. Daher habe in der Bildungsregion Oberallgäu das Motto „Kein Talent darf verloren gehen“ nach wie vor einen hohen Stellenwert. Stellvertretende Schulleiterin Christa Schafroth und Waltenhofens Bürgermeister Eckhard Harscher verwiesen auf die Wichtigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen den Erziehungsberechtigten, Kita und Grundschule.
Die „Lenkungsgruppe Bildung“ des Landkreises habe heuer das Thema „Übergänge gestalten“ in den Fokus gerückt, so die Organisatorinnen Andrea Schmid und Susanne Grimm vom Bildungsbüro Oberallgäu. In zahlreichen Workshops mit Themen wie „Aus Stolpersteinen Brücken bauen“ oder „Forschen und entdecken im Übergang von der Vorschule in die erste Klasse“ beschäftigten sich die Fachleute praxisnah mit dem Thema. Dabei stellte sich auch die Schulvorbereitende Einrichtung (SVE) Sonthofen vor. Diese bereitet Kinder von drei bis sechs Jahren mit spezifischem Förderbedarf auf die Schule vor.

2. Bildungskonferenz "Inklusion: Gemeinsam neue Wege finden"

Juli 2017. „Die Verbesserung der Bildungs- und Teilhabechancen von Menschen mit körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung ist eine unserer vordringlichsten Aufgaben.“ Dies betonte Landrat Anton Klotz bei der zweiten Bildungskonferenz des Landkreises Oberallgäu mit über 100 Teilnehmern in der Mittelschule Dietmannsried. Spezifisches Ziel der Bildungsregion Oberallgäu sei, das gemeinsame Leben von Menschen mit und ohne Behinderung als gesellschaftliche Normalform zu etablieren. Unter der Devise „Wege zu einem bildungsinklusiven Landkreis“ zeigten Andrea Merkle und Dr. Gloria Jahn vom Bildungsbüro Oberallgäu auf, wie dieser Prozess aussehen könnte. Bei der Entwicklung von Strategien bauen sie auf das Wissen und die praktischen Erfahrungen von Fachexperten aus Schulen, Kindergärten, Vereinen und Verbänden.

In Arbeitsgruppen beschäftigten sich die Fachleute mit der momentanen Situation betroffener Kleinkinder, Schulkinder und Erwachsener im Landkreis. Dazu wurden auch aktuelle Zahlen im Bereich Inklusion vorgestellt. So besuchen derzeit etwa 203 Kinder mit getestetem sonderpädagogischem Förderbedarf eine herkömmliche Klasse oder eine Kooperationsklasse an einer Grund- oder Mittelschule. 380 Schüler aus dem Oberallgäu werden in einem Förderzentrum in Kempten sowie 206 Kinder in einem Förderzentrum des Landkreises unterrichtet.

Im nächsten Schritt wird das Bildungsbüro den Ist-Stand aufarbeiten und dazu eine Infobroschüre herausgeben. Parallel sollen Projektarbeitsgruppen gebildet werden. Ziel der vertieften Auseinandersetzung ist die Entwicklung einer Strategie für den Landkreis. Eine Orientierung bietet die „Modellregion Inklusion Kempten“, über die Oliver Huber (Leiter Amt für Jugendarbeit/Stadt Kempten), Tobias Schiele (Schulleiter Grundschule an der Sutt) und Georg Trautmann (Studienrat Förderschuldienst) referierten. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch, für den individuell optimale Lern- und Entwicklungsbedingungen geschaffen werden sollen.

1. Oberallgäuer Bildungskonferenz "Integration durch Sprache und Bildung"

Im Rahmen der Initiative "Bildungsregion" erarbeiteten über 100 Oberallgäuer Bildungsexpertinnen und -experten insgesamt 43 Maßnahmenidee mit dem Ziel, passgenaue und individuelle Angebote für alle Menschen im Landkreis zu entwickeln. Aktuell wurden bereits 56 Prozent dieser Ideen umgesetzt bzw. sind in Umsetzung.  Landrat Anton Klotz betonte in seiner Rede, dass der Landkreis die Initiative als Startschuss begreift, um dem Thema Bildung einen neuen Stellenwert zu verleihen. Das  Hauptaugenmerk liegt darauf,  die Bildungs- und Teilhabechancen der Menschen vor Ort nachhaltig zu verbessern. Gerade eine gute Vernetzung der beteiligten Einrichtungen soll dies garantieren.

1. Oberallgäuer Bildungskonferenz zum Thema „Integration durch Sprache und Bildung"

Um eine kontinuierliche Vernetzung sicherzustellen fanden sich auf der 1. Oberallgäuer Bildungskonferenz über 100 Personen zusammen, um sich über das diesjährige Thema „Integration durch Sprache und Bildung“ auszutauschen. Im Zuge dessen sprachen Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle über die Herausforderungen der Integration von Neuzugewanderten und Abteilungsleiter Ralph Eichbauer über die aktuelle Zuwanderungssituation im Landkreis Oberallgäu (Faktencheck Migration)

Danach fand eine moderierte Diskussion in drei Gruppen, unterteilt nach Lebensphasen  statt: 1. Kita/Schule, 2. Schule/Beruf und 3. Erwachsenenbildung/Ruhestand. Dabei wurden gemeinsame Ziele diskutiert und erste Umsetzungsideen  zur Integration durch Sprache und Bildung entwickelt. Ziel ist es, daraus Handlungsempfehlungen für den Landkreis zu formulieren und Projektideen in die Tat umzusetzen.

Übergabe der Bewerbung für das Qualitätssiegel

Im Dezember 2015 und damit genau ein Jahr nach der Auftaktveranstaltung fand das II. Dialogforum der Initiative „Bildungsregion Oberallgäu“ statt. Im Mittelpunkt stand die Übergabe der Bewerbung, die einen Überblick über den Weg des Landkreises zur Bildungsregion vermittelt.

Innerhalb eines Jahres entwickelten über 100 unterschiedliche Bildungsakteure in fünf Arbeitskreisen unter der Leitung von Thomas Novy, Cord-Hinrich Rohdenburg, Ute Esfeld, Renate Deniffel und Edgar Rölz insgesamt 43 Maßnahmen. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Zukunft aller Menschen vor Ort durch ein passgenaues Bildungsangebot zu sichern. Stellvertretend für jeden Arbeitskreis wurde ein Leuchtturmprojekt vorgestellt.

Nachdem Landrat Anton Klotz ein einstimmigen Votum eingeholt hat, übergab er zusammen mit Ralph Eichbauer, Leiter der Abteilung Mensch und Gesellschaft, die Bewerbung und das Exposé an Vertreter der Initiative „Bildungsregionen in Bayern“ des Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst. Eichbauer gab außerdem einen Ausblick, wie es nach der Initiative Bildungsregion weitergeht. Mit der Etablierung eines Bildungsbüros soll sichergestellt sein, dass der Landkreis auf breiter Basis die Bildung im Oberallgäu weiter voranbringen kann.

Künstlerisch untermalt wurde die Veranstaltung durch die Bigband des Gymnasiums Sonthofen und durch einen Poetry Slam von Ulrich Gast mit dem Titel „Gelernt ist gelernt".

Dialogforum zum Auftakt

 „Kein Talent darf verloren gehen“ – das war das Hauptanliegen von Landrat Anton Klotz bei seinem Grußwort anlässlich des 1. Dialogforums im Dezember 2014, zu dem sich Vertreter verschiedener Bildungseinrichtungen aus dem Landkreis Oberallgäu im Haus Oberallgäu trafen.

 Hintergrund ist die Initiative „Bildungsregionen in Bayern“, die den Landkreis als Bildungsstandort definiert. Stärken und Schwächen des Oberallgäus als Bildungsstandort sollen erörtert und Lösungen für Optimierungen erarbeitet werden. Ministerialdirigent Stefan Graf vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst und Hubert Lepperdinger (Vorsitzender der Konferenz der Schulaufsicht) erläuterten die Initiative und den Verfahrensablauf dieses Projektes.

Eine Bildungsregion beruht nach dem Modell des Kultusministeriums auf fünf Säulen:
Säule 1: Übergänge organisieren und begleiten    
Säule 2: Schulische und außerschulische Bildungsangebote und Bildungsträger vernetzen – Schulen in der Region öffnen
Säule 3: Kein Talent darf verloren gehen – Jungen Menschen in besonderen Lebenslagen helfen
Säule 4: Bürgergesellschaft stärken und entwickeln – Beitrag von Jugendhilfe einschließlich Jugendarbeit, Ganztagsangeboten und generationenübergreifendem Dialog
Säule 5: Herausforderungen des demografischen Wandels annehmen

Zu jeder der fünf Säulen wurde ein Arbeitskreis gebildet. Deren Vorsitz übernahmen Thomas Novy, Cord-Hinrich Rhodenburg, Ute Esfeld, Renate Deniffel und Edgar Rölz.

Klotz stellte heraus, dass es nicht um den Erhalt des Zertifikats Bildungsregion an sich geht, sondern um die Inhalte und eine nachhaltige Stärkung des Oberallgäus als Standort. Die Bildungsregion Oberallgäu solle eine Verantwortungsgemeinschaft aller Schulen, Träger, Vereine, Kammern, Arbeitgebern, Behörden und Eltern werden. Sie soll den Jungen Menschen in der Region mit ein passgenaues Bildungsangebot bieten und soll ihnen die Wahrnehmung ihrer Bildungs- und Teilhaberchancen ermöglichen.

Die Auftaktveranstaltung wurde musikalisch durch den Kinderchor und die Schulband der Albert Schweitzer-Schule begleitet. Ulrich Gast bereicherte die Veranstaltung mit einem „Poetry Slam“ zum Thema Bildung.