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Kontakt - so erreichen Sie uns:

Landratsamt Oberallgäu

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E-Mail allgemein:  info  [at]  lra-oa.bayern [.] de

Öffnungszeiten Landratsamt

Für Kontakte  mit qualifizierter elektronischer Signatur stehen folgende Adressen zur Verfügung
(Infos zur elektronischen Kommunikation)    
info [at] lra-oa.de-mail [.] de     
poststelle [at] lra-oa.bayern [.] de

Informationen über den Landkreis

Unser Landkreis

 

Der heutige Landkreis Oberallgäu entstand 1972 im Zuge der Gebietsreform aus dem Zusammenschluss der Altlandkreise Sonthofen und Kempten. Er umfasst 28 Gemeinden einer Gesamtfläche von 1.527,55 km² und rund 150.000 Einwohnern. Damit ist er flächenmäßig der fünftgrößte in Bayern.

 

Lage

Der Landkreis liegt im Südwesten Bayerns, direkt an der Grenze zu Österreich.

Unsere Nachbarn:
im Norden der Landkreis Unterallgäu
im Osten der Landkreis Ostallgäu
im Süden die österreichischen Bundesländer Tirol und Vorarlberg
im Westen der Landkreis Lindau und der Baden-Württembergische Landkreis Ravensburg.


Der direkteste Weg ins Allgäu

mit dem Auto

von Nord nach Süd ist die Autobahn A7 Flensburg - Füssen.
aus Richtung München über die B 12 oder über die A 96 München – Lindau und die A 7
über die Bundesstraßen B 308,  B 309 und B 19

mit der Bahn ins Allgäu

Sie erreichen das Oberallgäu mit Direktverbindungen der Deutschen Bahn aus verschiedenen Teilen Deutschlands. Von Ulm, Augsburg, Lindau und München kommen Sie mit der Deutschen Bahn oder dem "ALEX" im Allgäu-Schwaben-Takt ins Oberallgäu. 

mit dem Flugzeug

Nächstgelegener Flughafen ist der Allgäu-Airport bei Memmingen. Weitere Flughäfen rund um das Allgäu sind in Friedrichshafen, München, Stuttgart, St.Gallen-Altenrhein (Business-Airport) und Zürich. 

Höhenlage & Landschaftsbild

Mit Höhenlagen zwischen 585 m und 2.649 m weist der Landkreis einen enormen Höhenunterschied auf. Dem entsprechend vielfältig sind die Landschaft und Kultur. Ein paar Superlative: Immenstadt ist die rindviehreichste Stadt Deutschlands, Sonthofen die südlichste Stadt und Einödsbach bei Oberstdorf ist der südlichste ständig bewohnte Ort Deutschlands.

Das Landschaftsbild ist nach wie vor geprägt von der Land- und Alpwirtschaft: von den sanften Hügeln und Seen im Voralpenland bis hinauf zur Hauptkette der Allgäuer Alpen im Süden. Von dieser landschaftlichen Vielfalt leben Landwirtschaft und Tourismus. 40 Prozent des Landkreisgebietes sind heute als Natur- bzw. Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Landwirtschaft im Oberallgäu heißt vor allem Milchviehwirtschaft, oft verbunden mit Gästebeherbergung, Direktvermarktung oder einem Arbeitsplatz in Industrie und Handwerk.

Wirtschaftliche Standbeine

Mit etwa 1,3 Mio. Gästeankünften und knapp 8 Mio. Übernachtungen zählt das Oberallgäu zu jeder Jahreszeit zu den wichtigsten Urlaubsdestinationen auf dem deutschen Urlaubsmarkt. Die Übernachtungsangebote reichen dabei von Unterkünften bei kleinen familiären Vermietern bis hin zum Spitzenhotel.

Weiteres wichtiges wirtschaftliches Standbein ist das produzierende Gewerbe. Vor allem mittelständische Unternehmen und Handwerker sind hier angesiedelt. Lange Tradition hat die Metall verarbeitende Industrie im südlichen Landkreis. Waren es einst die Bayerischen Hütten- und Salinenwerke, so profitieren heute international agierende Industriebetriebe wie Bosch, Voith Turbo, Dr. Werner Röhrs KG und andere von den Kenntnissen und Fertigkeiten der „Allgäuer Tüftler und Mächler“. Mit der Eröffnung der B 19 neu und dem Allgäu Airport hat das Oberallgäu darüber hinaus heute eine deutliche bessere Anbindung an den Fernverkehr als noch vor wenigen Jahren.

Entwicklung der Infrastruktur

Seit Mitte der 90er Jahre hat der Landkreis sehr viel in die Infrastruktur investiert:

  • für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Kliniken Oberallgäu und des Klinikums Kempten-Oberallgäu zur wohnortnahen Versorgung der Bürger
  • in den bedarfsgerechten Ausbau von Altenpflegeplätzen, Kurzzeitpflegeplätzen und Plätze für Betreutes Wohnen
  • in den Hochwasserschutz an der Oberen Iller und an den Wildbächen
  • in den Ausbau bzw. die Sanierung der Berufsschule Immenstadt und des Sonderpädagogischen Förderzentrums Albert-Schweitzer-Schule in Sonthofen
  • in den Unterhalt und den Ausbau des Kreisstraßennetzes.

Neben der kontinuierlichen Fortführung dieser Maßnahmen und der Haushaltskonsolidierung stehen die Herausforderungen für die Zukunft im Zeichen des demografischen Wandels.

Das Wappen des Landkreises

Das Wappen des Landkreises Oberallgäu fasst Farben und Symbole der ehemaligen Landkreise Kempten und Sonthofen zusammen: Blau und Rot von Kempten, Silber und Gold von Sonthofen. Der silberne Dreifels symbolisiert den Allgäuer Hauptkamm im Süden des Landkreises Oberallgäu (Hochvogel bzw. Dreiergruppe Trettachspitze, Mädelegabel, Hochfrottspitze); die drei staufischen Löwen erinnern an die einstige Zugehörigkeit zum Herzogtum Schwaben.

Landkreise, Städte und Gemeinden führen Wappen als Hoheitszeichen. Früher wurden die Wappen durch die jeweiligen Herrscher verliehen, heute genehmigt sie der Regierungspräsident.

Der Ursprung der Wappen geht bis in das frühe Mittelalter zurück. Sie dienten den Heerführern und Rittern als Kennzeichnung, wenn diese im Kampf und beim Turnier in ihrer eisernen Rüstung und mit geschlossenem Visier auftraten. Das Wort selbst leitet sich ab vom niederdeutschen Wort "wapen", das heißt, sich eine Rüstung anlegen, sich wappnen. Das Wappen war zunächst Zeichen einer Person, bald wurde es zum Abzeichen einer bestimmten Familie. Auf Schild und Gewand, dann auch auf anderen Gebrauchsgegenständen angebracht, bezeugte es den Namen und den Besitz eines bestimmten Geschlechts. Die ursprünglich einfachen Kennzeichnungen wurden im Verlauf der Jahrhunderte immer mehr verfeinert. Städte und Gemeindewappen gibt es seit dem 14. Jahrhundert.

Begriff "Allgäu"

Der Name Allgäu taucht urkundlich erstmals im Jahre 817 auf und entstand aus “Alpengäu = Alpenauen”.Geographisch betrachtet geht das Allgäu über die bayerischen Grenzen hinaus und reicht hinein nach Baden-Württemberg und Tirol .

Die heutige Gebietsbezeichnung Allgäu  wird in der Regel verwendet für das Alpen- und Voralpengebiet zwischen dem Bodensee im Westen, dem Lech im Osten, dem Allgäuer Hauptkamm im Süden und einer Linie Wangen-Memmingen-Kaufbeuren im Norden. Oder anders formuliert: Kurz: die Landkreise Lindau, Oberallgäu, Ostallgäu, Unterallgäu und die kreisfreien Städte Kempten, Kaufbeuren und Memmingen. 

Geographisch betrachtet geht das Allgäu über die bayerischen Grenzen hinaus. Die Südseite der Allgäuer Alpen bzw. des Allgäuer Hauptkammes  bis hinab zum Lech gehört zu Tirol.

Geschichte des Landkreises

Vielerlei Völkerschaften haben das Gebiet des jetzigen Landkreises Oberallgäu durchquert, bewohnt oder beherrscht und ihm dadurch in Sprache, Kultur und Zivilisation das Gepräge gegeben. Erste Spuren menschlicher Dauersiedlungen gegen auf die Bronzezeit (etwa 1800-1200 v. Chr.) zurück und wurden in Agathazell, bei Sonthofen und bei Altusried nachgewiesen.

Im Zuge des keltischen Eindringens in den süddeutschen Raum wurde um 600 v. Chr. auch das Allgäu besiedelt. In dem Gebiet der heutigen Stadt Kempten entstand ein stadtähnliches Zentrum der Kelten, neben dem sich nach der Besetzung des Allgäus durch die Römer die Stadt Cambodunum entwickelte. Dieser politische, administrative und wirtschaftliche Mittelpunkt hatte bis zum Ende der Römerzeit Bestand.

Im Mittelalter erfolgte eine Neuordnung, in deren Verlauf auch das heutige Landkreisgebiet neu gegliedert wurde. Es entstanden dabei die freie Reichsstadt Kempten und die Grafschaft Rothenfels mit der Herrschaft Staufen; Teile des Gebiets zählten als Pflege Rettenberg auch zum Hochstift Augsburg. Dies hatte zur Folge, daß sich auch umliegende Orte wie Immenstadt, Oberstdorf, Sonthofen und Hindelang zu Mittelpunktorten mit wirtschaftlicher und verwaltungsmäßiger Bedeutung entwickeln konnten.

 

"Das Werden des Landkreises Oberallgäu"
Auszug aus einem Aufsatz des damaligen Kreisheimatpflegers Kornelius Riedmiller 1986:

Mit der Gebietsreform 1972 wurde die gut 1200 Jahre alte Landschaftsbezeichnung „Allgäu“ Bestandteil verschiedener neu gebildeter Gebietskörperschaften. Nicht nur der Landkreis Oberallgäu, sondern auch die Landkreise Unter- und Ostallgäu nahmen die Bezeichnung „Allgäu“ in ihre Landkreisnamen auf. Der Landkreis Oberallgäu darf mit Recht für sich in Anspruch nehmen, zum Stammland des Allgäus zu gehören. Der südliche Teil des Landkreises, das obere Illertal mit Ostrachtal und Konstanzer Tal samt dem Gebiet der Westallgäuer Hofenorte gehörte zum sogenannten Ur-Allgäu, der ab dem Jahre 817 in Urkunden so bezeichneten Landschaft, die ihren Namen von den wasserreichen Auen = Geäu oder Gäu vor dem Hochgebirge = Alben oder Alpen ableitet. Aus Albgeäu wurde Allgäu.

… Um 1560 teilten sich das Gebiet des Landkreises Oberallgäu der Fürstbischof von Augsburg mit der Pflege Rettenberg östlich der Iller, westlich von ihr die Herren von Montfort als Reichsgrafen von Rothenfels, später von Königsegg, im Weitnauer Tal die Herren von Hohenegg und die von Waltrams, im Wengener Tal die Herren von Trauchburg; nördlich des Rottachberges und des Kohlenberges regierte der Fürstabt von Kempten, dessen Gebiet die Freie Reichsstadt Kempten umschloß. Dazwischen gestreut waren noch ein paar kleine Herrschaften, die Freien von Eglofs in der Sonthofener Gegend und die Freien von Leutkirch bei Altusried. Diese über tausend Jahre alte Ordnung beendeten unter Napoleons Billigung im Geiste der Aufklärung seine deutschen Verbündeten mit der Enteignung allen Besitzes geistlicher Herren (=Säkularisation) und Aufhebung der Reichsunmittelbarkeit der Freien Reichsstädte und weltlichen Grundherrschaften mit landeshoheitlichen Rechten (=Mediatisierung) im Jahr 1802/03. Unser Landkreisgebiet kam damals zu Bayern.

… 1869 wurde erstmals den Gemeinden ein sehr eng gefasstes Recht der Selbstverwaltung eingeräumt.

… Erst 1919 setzte sich die Auffassung durch, nach denen die Landkreise wie die Gemeinden das volle Recht hatten, ihre örtlichen Angelegenheiten im Rahmen der Gesetze selbst zu regeln.

... Bei der Gebietsreform, die mit Beginn des Jahres 1972 in Kraft getreten ist, wurde das Gebiet des Freistaates Bayern in 71 Landkreise (zuvor 143) und 25 kreisfreie Städte (zuvor 48) eingeteilt. Der Landkreis Oberallgäu wurde aus dem Landkreis Sonthofen (ohne die Gemeinde Stiefenhofen, die zum Landkreis Lindau kam) und dem Landkreis Kempten (ohne die Gemeinden St. Lorenz und St. Mang, die zur kreisfreien Stadt Kempten kamen) gebildet.