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Kreisstraßen

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Kreisstraßen - Tiefbau

Das Verkehrsaufkommen steigt, insbesondere der Schwerlastverkehr nimmt zu. Die Straßen und Brücken werden stärker beansprucht. Sie müssen daher laufend unterhalten, wenn nötig saniert oder ausgebaut werden. 

Der Landkreis Oberallgäu ist als Straßenbaulastträger für rund 275 Kilometer Kreisstraßen im Bereich Planung, Bau, Unterhalt und Verwaltung zuständig. Das Kreisstraßennetz ist in zwei Straßenunterhaltungsbezirke - Nord und Süd -  aufgeteilt. Die Kreisbauhöfe erledigen ihre Aufgaben gemeinsam mit der für die Staatsstraßen und Bundesstraßen zuständigen staatlichen Straßenmeistereien.

Für die Planung und den Bau von Staatsstraßen und Bundesstraßen hingegen ist das Staatliche Bauamt Kempten zuständig. Für Gemeindestraßen (Orts- und Gemeindeverbindungsstraßen) sind die jeweiligen Kommunen verantwortlich. Sie erkennen Kreisstraßen (OA..), Staatsstraßen (St) und Bundesstraßen (B) an der Bezeichnung oder an weißen Stationszeichen, die am Straßenrand stehen.

Ausbau- und Sanierungsmaßnahmen sind ohne Baustellen nicht machbar. Damit Sie über größere Baumaßnahmen auf den Kreisstraßen im Landkreis rechtzeitig informiert in und sich auf eventuelle Verkehrsbehinderungen während der Bauzeit einstellen können, haben wir hier einige wichtige Informationen zusammengefasst.

 

Sanierungs- und Ausbaumaßnahmen an Kreisstraßen

OA 29 zwischen Burgberg und Blaichach mit Ersatzneubau der Brücke über die Iller und die B 19

Eine der größten Baumaßnahmen des Landkreises in jüngster Zeit ist der Ausbau der Kreisstraße OA 29 zwischen Burgberg und Blaichach mit Ersatzneubau der Brücke über die Iller und die B 19. Die Baumaßnahme wurde in drei Bauabschnitte untergliedert:

Straßenbau Blaichach
Der erste Abschnitt 2017war der Straßenbau auf der Blaichacher Seite (Bahnlinie bis Feuerwehrhaus) mit u.a. Bau einer Behelfsbrücke über die Iller für Fußgänger und Radfahrer bzw. vorbereitenden Maßnahmen für den eigentlichen Brückenbau. Die Kosten für diese Maßnahme lag bei rund 1,75 Mio. €, der Anteil des Landkreises Oberallgäu bei rund 1,2 Mio. €. Den Rest trägt für den Gehweg  und für die Erneuerung von Kanal-  und Wasserleitungen trägt die Gemeinde Blaichach.

Brücke über die Iller und die B 19
Der zweite Abschnitt 2017 / 2018 war der Neubau der Straßenbrücke über die Iller / vierspurige B19. Das Bauwerk ist rd. 160 m lang, gliedert sich in 5 Felder und erschließt mit einer Rampe zusätzlich das Illervorland. Zuvor wurde die alte, marode Brücke über die B 19 und die Iller zwischen Blaichach und Burgberg gesprengt. Ausschlaggebend für den Neubau waren unter anderem eine reduzierte Tragfähigkeit der Brücke, fehlende Breite und Sichtbeziehungen, ein schlechter Allgemeinzustand und nicht zuletzt ein nicht vorhandener Geh- und Radweg.

Für die Herstellung des neuen Brückenüberbaus wurden Stahlbauhalbfertigteile über die neu errichteten Brückenpfeiler - und damit auch über die B 19 und Iller - geschoben. Im April 2018 wurden in einem ersten Schritt Stahlteile mit einer Länge von 63,50 Meter verschoben - 27 Meter bis zum Brückenpfeiler vor der B 19, weitere 36,50 Meter über die B 19 bis zum nächsten Brückenpfeiler. Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, musste für den Verschub des frei auskragenden Brückenendes die B 19 nachts voll gesperrt werden. Im nächsten Schritt im Mai ging es dann über Iller.  Dabei wurden die ca. 500 Tonnen schwere Konstruktion mittels Spannlitzen in Richtung Blaichach gezogen.

Straßenbau Burgberg
2018 / 2019 schließt sich dann noch der letzte Abschnitt des Gesamtprojekts mit dem Straßenbau auf Burgberger Gemarkung an (unter anderem auch Rückbau Behelfsbrücke, provisorisch genutzte Flächen, Restarbeiten Brücke, …).

 

OA 5 / B308, Bau eines Kreisverkehr an der B19-Anschlußstelle Stein, Ortsdurchfahrt Stein

Nach knapp zweijähriger Bauzeit wurde die "B308 Brücke über die DB und Iller bei Stein" am 24. Oktober 2019 für den Verkehr wieder freigegeben. Zusätzlich wird der neue Kreisverkehr bei Stein nach gut einem Jahr Bauzeit unter Verkehr genommen.

Ersatzneubau Illerbrücke und Neubau Kreisverkehr

Das Staatliche Bauamt Kempten und der Landkreis Oberallgäu bauen gemeinsam den bestehenden Knoten der Bundesstraße B308 und der Kreisstraße OA 5 an der B19-Anschlußstelle Stein um. Anstelle des bisher vorhandenen Brückenbauwerks und der für manch Ortsfremden verwirrenden Verflechtungs- / Abbiegespuren soll künftig ein 4-armiger Kreisverkehr den Verkehr deutlich übersichtlicher und vor allem sicherer fließen lassen.

Der ca. 2,9 Mio. Euro teure Knotenpunktsumbau umfasst neben dem Bau des Kreisverkehrs auch den Abbruch des bestehenden Brückenbauwerks, die Erneuerung der vorhandenen Entwässerungsanlagen und den Neubau eines unterirdischen Regenrückhaltebeckens, sowie den Neubau zweier Busbuchten und die Erneuerung von Schutzplanken. Durch den Anschluss der Kreisstraße OA 5 ist auch der Landkreis Oberallgäu an den Kosten beteiligt. Des Weiteren wird im Zuge dieser Maßnahme ein Pendlerparkplatz mit rund 80 Stellplätzen als vierter Ast an den Kreisverkehr angeschlossen und ein neuer Geh- und Radweg westlich entlang der B 308 angelegt und um den Kreisverkehr herumgeführt. Zusätzliche Querungshilfen erleichtern dem Fußgänger und dem Radfahrer das Überqueren der Bundes- und Kreisstraße.

Für die Umsetzung dieser Maßnahme wird die Zeit der Vollsperrung der Anschlußstelle Stein bis Mitte 2019 genutzt, damit die Bauarbeiten ohne größere Einschränkungen für den Verkehr durchgeführt werden können. Begonnen wurde der Umbau im Oktober 2018 mit den Vorbereitungen für den Abriß der Brücke und die Baumaßnahme.

Ausbau der Ortsdurchfahrt Stein

Im Zuge des Umbaus der B-19 Anschlussstelle Stein wird der Landkreis im Jahr 2019 auch die ehemalige B19 – jetzt Kreisstraße OA 5 – vom neuem Knotenpunkt bis nördlich der Ortsdurchfahrt Stein an die geänderten Verkehrsverhältnisse anpassen. Unter anderem wird der Geh- und Radweg auf die Westseite verlegt, zusätzliche Verkehrsinseln weden eingebaut und Lücken im Gehweg bzw. Geh- und Radwegenetz geschlossen. Die Kosten für diese Maßnahmen liegen bei rund 3,2 Mio. Euro.

Ausbau der Kreisstraße OA 27 zwischen Gunzesried und Halden

Der Landkreis baut 2019 die Kreisstraße OA 27  zwischen dem östlichen Ortstrand von Gunzesried und Halden auf einer Länge von  ca. 1.100 m aus.  Neben der Erneuerung der Fahrbahn wird ein begleitender Fußweg geschaffen, den auch Radfahrer im weiteren Verlauf als Angebotsstreifen benutzen können; auf besonderen Wunsch der Gemeinde Blaichach wird auch die Lücke zwischen Kühberg und Halden geschlossen. Zusammen mit der Baumaßnahme des Landkreis Oberallgäu wird ein Teilstück der gemeindlichen Wasserversorgung erneuert und zahlreiche andere Spartenleitungen wie Breitband, Gas, Strom verlegt. Rund 3,2 Mio. Euro kostet der Ausbau, dazu kommen noch die Kosten der Gemeinde Blaichach für die Wasserleitungserneuerung.

In der Zeit vom 15. April bis Ende Oktober sind für die Bauarbeiten halbseitige Sperrungen erforderlich. Darüber hinaus sind außerdem abschnittweise Vollsperrungen notwendig. Wir bitten dafür um Verständnis. 

Kreisstraße OA 1 - Umbau der Einmündung Oberdorf zum Kreisverkehr

Der Einmündungsbereich von der Kreisstraße OA 1 in die Hauptstraße in Oberdorf wird zum Kreisverkehr umgebaut und die Hauptstraße saniert und ausgebaut. Am entstehenden Kreisel soll zudem ein neu zu errichtender Supermarkt angeschlossen werden. Die bestehende Fußgängerunterführung im Einmündungsbereich muss zu diesem Zweck rückgebaut werden. Der Kreisverkehr wird mit Querungshilfen ausgestattet, damit die Fußgängerführung gesichert ist.

Für den Schüler- bzw. Fußgängerverkehr aus Martinszell wird im Anschlussbereich der B 19-Rampen eine temporäre Querungshilfe eingerichtet. Umleitungswege für Fußgänger werden entsprechend aufgekiest und über die Gemeinde Waltenhofen ausgeschildert.
 
Die Bauarbeiten werden voraussichtlich bis zum Jahresende andauern. In der Zeit vom 03. bis 28. Juni 2019 muss der Knotenpunktbereich samt Hauptstraße voll gesperrt werden. Eine überörtliche Umleitung über Sondert/ Martinszell wird eingerichtet. Motorisierter Verkehr aus südlicher Richtung über die B 19 kommend wird weiter auf der B 19 nach Norden geführt, an der Anschlusstelle Herzmanns wieder in südliche Richtung auf die B 19 und über die Rampe an der Anschlussstelle Martinszell nach Oberdorf geführt. Über eine Behelfsstraße kann der Baubereich in Ost-West-Richtung dann kleinräumig umfahren werden. 

Kreisstraße OA 9 Riedbergpass - Ausbau BA VI/VII "Hennenbrunen"

Die Straße zwischen Obermaiselstein und Balderschwang wurde in den Jahren 1956 bis 1961 als Alpweg gebaut und zum 01. Januar 1972 vom damaligen Landkreis Sonthofen als Kreisstraße übernommen. Aufgrund der exponierten Lage und den langen Wintern bedarf die Straße eines sehr hohen Unterhaltungsaufwands. Um diesen Aufwand zu minimieren, baut der Landkreis die Paßstraße seit 1996 schrittweise aus. 

Bereits 2018 wurden am Riedbergpass die Arbeiten für den letzten Ausbauabschnitt im Bereich des sog. Hennenbrunnen begonnen (Bauabschnitt VI / VII).  Nach einem ca. 350 m langen Teilstück mit klassischem Pass-Ausbau folgt 2019 die Fortsetzung in Richtung Obermaiselstein auf weiteren 560 Meter Länge. Im März hat der Bauausschuss des Landkreises den Bauauftrag in Höhe von rund 6,5 Millionen Euro vergeben.

Gesamtkarte Riedbergpass             
Übersichtslageplan Bauabschnitt VI/VII
Luftbild Bauabschnitt VI/VII
Umleitungsplan

Die Besonderheit für diese Arbeiten unmittelbar im Bereich des Hennenbrunnen ist, dass beiderseits der Fahrbahn nahezu kein Platz vorhanden ist: bergseitig ca. 60-80 Grad steile Felsböschungen und talseitig das gleiche als Grasböschung zur Schönberger Ach. Neben den Baufahrzeugen und Arbeitern bleibt damit kein Platz für den allgemeinen Straßenverkehr.  In Abstimmung u.a. mit den beteiligten Gemeinden Balderschwang und  Obermaiselstein, den betroffenen Alpen und Betrieben, der Polizei und der Rettungsleitstelle  wird es für die Ausbaumaßnahmen deshalb erstmals eine längerfristige Vollsperrung des Riedbergpasses geben. An den Wochenenden kann der Verkehr aber trotzdem passieren (Tonnagebeschränkung 7,5 t).  

Baumaßnahmen des Staatlichen Bauamtes Kempten

B 12 Kempten - Buchloe: Ausbau zum "Allgäuschnellweg"

Das Staatliche Bauamt Kempten informiert von nun an über die Planungen für den vierstreifigen Ausbau der B 12 zum Allgäuschnellweg über eine eigene Projekt-Webseite ( www.derallgäuschnellweg.de ). Aufgrund der Größe des Projektes wird der Ausbau in sechs unabhängigen Abschnitten geplant. Derzeit laufen bereits die Planungen für drei Abschnitte.

Die bestehende B12 wird zwischen Kempten und Buchloe 4-streifig zum Allgäuschnellweg ausgebaut. Für das Allgäu stellt die Finanzierung dieses Großprojekts eine erhebliche Chance dar: Der Bund stellt die Weichen für eine positive Zukunft der gesamten Wirtschaftsregion. Um sicherzustellen, dass Projekte wie der Allgäuschnellweg erfolgreich vorangetrieben werden, wurde eigens die Abteilung ‚Planung Großprojekte‘ geschaffen.

Mit einem Onlineauftritt werden die Bürger über das aktuelle Geschehen rund um das Projekt informiert. Das Staatliche Bauamt Kempten hat es sich zum Ziel gesetzt, den gesamten Planungsprozess für die Öffentlichkeit transparent zu gestalten und die Bürger über alle Themen auf dem Laufenden zu halten. Die komplexen Planungsschritte werden für jedermann verständlich erläutert. Dabei arbeitet das Staatliche Bauamt eng mit der Allgäu GmbH sowie den gebietsbetroffenen Städten, Landkreisen und Gemeinden zusammen. Neben der Webseite wird das Staatliche Bauamt Kempten die Bürger auch über Facebook und Youtube informieren.