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8. März - Internationaler Frauentag - 100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland

Rückblick Internationaler Frauentag 2019

Kino, Sekt und rote Rosen

Zahlreiche Frauen, darunter Kreis-, Bezirks- und Stadträtinnen, folgten am Weltfrauentag der Einladung des Landratsamtes ins Kino Sonthofen. Dort wurde der Film „Sternstunde ihres Lebens“ gezeigt. In diesem historischen Drama spielte Iris Berben eine engagierte, mutige und selbstbewusste Frau, der es gelungen ist, einen Grundstein für eine nunmehr über 70 jährige politische und gesellschaftliche Auseinandersetzung zum Thema Gleichberechtigung zu legen. Regisseurin Erica von Moeller hat aus einen scheinbar staubtrockenen Thema einen ebenso bewegenden wie spannenden Film gemacht.  Für die weiblichen Kinogäste gab es Sekt und rote Rosen..

Hintergrund Internationaler Frauentag - 8. März

Am 19. März 1911 wurde zum ersten Mal der Frauentag in Deutschland, in Österreich, Dänemark, der Schweiz und den USA gefeiert. Mehr als eine Million Frauen sind damals auf die Straße gegangen um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Demonstriert wurde u. a. für das Frauenwahlrecht, für Arbeiterinnen- und Mutterschutz und für den 8-Stunden-Tag. Am 8. März 1917 machten Petersburger Textilarbeiterinnen mit ihrem Streik den Anfang mit der "Februarrevolution", die den Sturz des Zaren, das Ende des Krieges sowie die wirtschaftliche und politische Umwälzung in Russland einleiten sollte. In Erinnerung an dieses Ereignis wurde auf der 2. internationalen Konferenz der Kommunistinnen 1921 der 8. März als einheitliches Datum für den Internationalen Frauentag beschlossen (Quellen: Die Chronik der Frauen & Das Weiberlexikon) Laut Artikel I der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 sind alle Menschen frei und an Würde und Rechten gleich geboren. Von einem freien und selbstbestimmten Leben sind viele Frauen und Mädchen mit Migrationshintergrund mitten unter uns noch immer weit entfernt. Frauenhandel, Katalogbraut oder Zwangsverheiratung - Schicksale, die verhindert werden müssen. Oft werden Menschenrechtsverletzungen vielfach mit der Begründung toleriert, dass es sich um eine andere Kultur handle.

Jedes Jahr wird der Internationale Frauentag (International Womens Day) weltweit von Frauenorganisationen am 8. März begangen. Er entstand im Kampf um gleiche Rechte für Frauen und Männer. Seit 1977 ist er als Internationaler Frauentag von den Vereinten Nationen anerkannt. Zentrale Forderungen waren das Wahlrecht für Frauen, das seit 1919 gesetzlich verankert ist, gleiche Entlohnung für gleiche Arbeit, Arbeiterinnen- und Mutterschutz. Bis heute demonstrieren Frauen für die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern in Wirtschaft und Verwaltung, in Politik, Wissenschaft und Gesellschaft. Forderungen sind z. B. ein gesetzlicher Mindeststundenlohn nicht unter 8,50 Euro, bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie und Beruf und Pflege, Umverteilung von unbezahlter Familienarbeit und bezahlter Erwerbsarbeit zwischen den Geschlechtern, mehr Frauen in Führungspositionen, höhere gesellschaftliche und finanzielle Wertschätzung für frauendominierte Berufe.


Der 8. März, ein Datum, das im Kalender der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten von besonderer Bedeutung ist. Viele Veranstaltungen, Vorträge, Kulturhighlights und mehr sind mit diesem Tag verbunden.

 

Ilona Authried                        Miriam Duran
Gleichstellungsbeauftragte    Migrations- und Integrationsbeauftragte

 

 

Ilona Authried
Gleichstellungsbeauftragte