Der Verlust eines Kindes während der Schwangerschaft oder nach der Geburt trifft viele Familien – dennoch sind Fehl- und Totgeburten gesellschaftlich nach wie vor häufig ein Tabuthema. Betroffene fühlen sich mit ihrer Trauer oft allein gelassen und wissen nicht immer, welche Möglichkeiten des Abschieds und der Bestattung für ihr Kind bestehen. Auch Angehörige, Freundinnen und Freunde sowie Bekannte sind im Umgang mit der Situation häufig verunsichert. Auch das Landratsamt Oberallgäu greift dieses sensible Thema auf.
Die Ausstellung „Sternenkinder – wenn die Wiege leer bleibt“ macht sichtbar, was der Verlust eines Kindes während der Schwangerschaft oder nach der Geburt für Eltern und Angehörige bedeutet. Die Ausstellung ist noch bis 16. Oktober im Foyer des Landratsamtes zu sehen. Sie informiert und klärt auf, gibt Betroffenen und ihrem Umfeld tröstende Impulse, zeigt unterstützende Rituale auf und weist auf professionelle Hilfs- und Beratungsangebote in Kempten und dem Oberallgäu hin. Ziel der Ausstellung ist es, für das Thema zu sensibilisieren, aufzuklären und Trauernde zu unterstützen. Gleichzeitig soll die Vernetzung und Zusammenarbeit der beteiligten Akteurinnen und Akteure gestärkt werden. Begleitet wird die Ausstellung von Mitgliedern des Arbeitskreises „Traurige Tage rund um die Geburt“, die zu ausgewählten Zeiten für Gespräche und persönliche Begegnungen vor Ort zur Verfügung stehen. Die Ausstellung ist kostenfrei während der Öffnungszeiten des Landratsamtes zugänglich. Beraterinnen und Fachkräfte sind dienstags von 10 bis 12 Uhr und donnerstags von 14 bis 16 Uhr vor Ort.
