Dem Gesundheitsamt Oberallgäu wurden in den vergangenen Tagen mehrere Fälle von Erkrankungen gemeldet, die nach dem Baden in Badegewässern der Region aufgetreten sind. Besonders betroffen war dabei der Niedersonthofener See. Die Betroffenen berichteten über Erbrechen und Durchfälle. Krankenhauseinweisungen sind bislang nicht bekannt.
Grundsätzlich rät das Gesundheitsamt zu besonderer Vorsicht beim Baden in Naturgewässern. Neben der Gefahr von Badeunfällen – beispielsweise durch einen sogenannten Badeschock bei großer Hitze und dem Sprung in kaltes Wasser – können nach dem Verschlucken von Wasser auch gesundheitliche Beschwerden auftreten.
Zu den möglichen Symptomen zählen Erbrechen, Bauchkrämpfe und Durchfall. Besonders betroffen sein können Kleinkinder, chronisch kranke Menschen und ältere Personen. Das Risiko kann sich bei erhöhten Erregermengen im Wasser zusätzlich erhöhen. Solche Belastungen sind insbesondere bei geringem Wasseraustausch und den aktuellen Wetterbedingungen möglich.
Das Gesundheitsamt Oberallgäu untersucht die Badeseen regelmäßig. Die Ergebnisse der mikrobiologischen Untersuchungen stehen auf der Internetseite des Landratsamtes zur Verfügung.
Hinweise des Gesundheitsamtes für Badegäste
- Badestellen vor dem Baden auf Trübungen, Schlieren oder eine schaumige Wasseroberfläche prüfen.
- Möglichst kein Wasser schlucken; insbesondere bei Kleinkindern ist besondere Vorsicht geboten.
- Offene Wunden wasserdicht abdecken oder auf das Baden verzichten.
- Nach dem Baden gründlich mit sauberem Wasser duschen.
Das Gesundheitsamt weist außerdem darauf hin, dass Magen-Darm-Erkrankungen im Sommer nicht ausschließlich durch Badewasser verursacht werden. Hohe Temperaturen begünstigen auch die Vermehrung von Krankheitserregern in Lebensmitteln. Deshalb sollten Transport, Lagerung und Zubereitung von Speisen besonders sorgfältig erfolgen.
Weitere Informationen sowie die aktuellen Untersuchungsergebnisse der Badeseen finden Sie hier.
